Kaufvertrag zwischen dem Land Hessen und der Besitzgesellschaft ist hinfällig

Beberbeck ist beendet

Medienrummel: Heinrich Sattler stellte sich den Fragen der Kamerateams. Foto: Temme/nh

Hofgeismar. Ein riesiges Ferienresort auf dem Gelände der hessischen Staatsdomäne Beberbeck wird es nicht geben. Am Freitag Abend erklärte Hofgeismars Bürgermeister Heinrich Sattler (CDU) in der Stadtverordnetenversammlung das Projekt für beendet.

Der am 1. November 2007 zwischen der stadteigenen Besitzgesellschaft Domäne Beberbeck und dem Land Hessen geschlossene Kaufvertrag ist hinfällig. Die in dem Vertrag fixierten Bedingungen, wie Finanzierungsbestätigungen für die privaten Investitionen und entsprechende Bankgarantien, konnte der Bürgermeister der hessischen Landesregierung nicht vorlegen.

In einer persönlichen Erklärung zu Beginn der Stadtverordnetensitzung sagte Sattler, dass er noch bis zum Abend des 15. Dezember davon überzeugt gewesen sei, „die erforderlichen Finanzierungszusagen bei einem Termin in einer Frankfurter Rechtsanwaltskanzlei übergeben zu bekommen“. Doch die von einem Vertreter der Investoren vorgelegten Unterlagen hätten nicht genügt, „um diese dem Land Hessen zur Prüfung vorzulegen“.

Am Rande der Landtagssitzung am Donnerstag habe er dann übereinstimmend mit Staatsminister Dieter Posch festgestellt, dass die Voraussetzungen für einen wirksamen Kaufvertrag nicht erfüllt seien, erklärte Sattler.

Dem Stadtparlament empfiehlt der Bürgermeister, das begonnene Bauleitverfahren für Beberbeck nicht fortzusetzen, sondern ruhen zu lassen. Die Besitzgesellschaft Beberbeck solle ihre geschäftlichen Aktivitäten einstellen. Mit Minister Posch sieht sich Sattler einig, dass die touristische Entwicklung Beberbecks für die Zukunft nicht ausgeschlossen ist. Diese sei im Hinblick auf eine wirtschaftliche Stärkung Nordhessens nach wie vor erstrebenswert. KOMMENTAR, ARTIKEL UNTEN

Von Gerd Henke

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