"Vernünftige Lösung"

Bergsee bleibt Naturdenkmal und in Obhut des Landesforsten

Delliehausen. Der Bergsee in Delliehausen bleibt Naturdenkmal. Das verkündet der stellvertretende Ortsbürgermeister Guido Böckelmann während der Sitzung des Delliehäuser Ortsrates.

Anfang des Jahres  war in einer Zusammenkunft um die Zukunft des Sees ein Konsens gefunden worden: Der Bergssee bleibt Naturdenkmal und in der Obhut der Landesforsten.

Böckelmann sprach von einer vernünftigen Lösung. Auf Bitten von Wolfgang Boeder, Vorsitzender des Sollingheimatvereins, soll bei der Stadt geklärt werden, wie jetzt die Besitzverhältnisse des Weges um den Bergsee geregelt sind, die der Verein weiterhin pflegen würde.

Sabine Kleinert berichtete über das Bestreben der Bollert-Orte, ins Dorferneuerungsprogramm aufgenommen zu werden. Zum Ende beschwerten sich Einwohner über Raser auf der Hajestraße, wirkungsloses Flickwerk auf der Ortsdurchfahrt und den Verfall eines leer stehenden Wohnhauses. Angeregt wurde, mit dem Ortsrat und den Vereinen einen Frühjahrsputz auf die Beine zu stellen. 

Außerdem beschäftigten den Ortsrat mehrere Bauprojekte. Dabei rückt die Haje in den Blickpunkt: So soll die Hajestraße eine neue Oberfläche bekommen und an der Oberen Hajestraße die Schleife erneuert werden. 

Während der Sitzung, die der stellvertretende Ortsbürgermeister Guido Böckelmann für die verhinderte Ortsbürgermeisterin Mareile Molthan (frischgebackene Mutter) leitete, ist für die Hajestraße bei Ortsterminen mit Vertretern der Stadt und einer Fachfirma eine Lösung gefunden worden. 

Wie Böckelmann erläuterte, schließe der städtische Bauhof die Löcher und die beauftragte Firma sorge für eine geschlossene Oberfläche per Flüssigbitumenschicht. Es sind zwei Abschnitte für eine Gesamtsumme von 20 300 Euro vorgesehen. Der Ortsrat befand es einmütig für sinnvoll, beide Abschnitte hintereinander machen zu lassen und für die Finanzierung auf das Verfügungsgeld 2019 vorzugreifen. Dafür sei bereits Zustimmung vom Kämmerer in Uslar signalisiert worden.

 Guido Böckelmann berichtete außerdem darüber, dass für den Kurvenbereich der Oberen Hajestraße, der erneuert werden soll, bereits Geld im Haushalt bereitstehe und die Maßnahme ausgeschrieben ist. Man hoffe auf einen Baubeginn in diesem Monat und kalkuliere mit einer dreiwöchigen Bauzeit.

 Eine andere Baustelle bezeichnete der stellvertretenden Ortsbürgermeister als nicht enden wollende Geschichte. Es geht um den Neubau einer Brücke beziehungsweise Rehbachdurchlasses in der Feldmark, Röbbecke genannt. Anfangs dachte der Ortsrat an eine schnelle Lösung mithilfe von Rudi Teske. Dann wurde das Projekt ausgeschrieben. Dabei kam zuletzt das unrealistische Angebot einer Firma mit 80 000 Euro heraus. Deshalb habe die Stadt das Projekt neu ausgeschrieben, berichtete Böckelmann.

Während der Einwohnerfragestunde wurde die Frage gestellt, ob die Erneuerung der Brücke überhaupt erforderlich sei. Die Landwirtschaft brauche sie nicht mehr, hieß es. Es reiche, den Bach freizumachen und eine Holzbrücke für Fußgänger zu errichten. Guido Böckelmann versprach, die Argumente bei der Stadt vorzubringen. 

Bei der reparaturbedürftigen Bergseestraße will der Ortsrat sehen, was machbar ist und gegebenenfalls Ortsratsgeld einsetzen sowie wieder mit der Jagdgenossenschaft beim Wegebau zusammenarbeiten. Der neue Hochbehälter in Delliehausen werde am Freitag, 25. Mai, ab 12.30 Uhr von den Stadtwerken eingeweiht, hieß es. Am Nachmittag ist ein Tag der offenen Tür geplant. (fsd)

Rubriklistenbild: © Archivfoto:  Dumnitz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.