Göttinger Symphonie-Orchester sorgt für ausverkauftes Haus beim Konzert im Forum

Beschwingt ins neue Jahr

Erneut ausverkauft: Das Neujahrskonzert des Göttinger Symphonieorchesters fand nach 2015 zum zweiten Mal auch in Uslar statt. Das ausverkaufte Konzert endete mit lang anhaltendem Beifall und der Hoffnung auf Wiederholung im nächsten Jahr. Foto: Porath

Uslar. Wenn an der Bühne angebaut wird, weil dort über 40 Musiker Platz nehmen wollen, und es keine Karten mehr gibt, dann läuft in Uslar das Neujahrskonzert des Göttinger Symphonieorchesters. Es spielte sich am Samstagabend im Forum des Gymnasiums Uslar beschwingt in die Herzen der 415 Gäste und erhielt dafür viel Beifall.

Besser könne der Start in das Jahr nicht laufen, lautete das Fazit von Justus Pahlow, Vorsitzender des Literatur- und Kunstkreises Uslar. Er verwies einmal mehr auf Sponsoren wie an diesem Abend die Kreis-Sparkasse Northeim, ohne die der Auftritt des Orchesters zu günstigen Eintrittspreisen nicht zu finanzieren wäre.

Das Uslarer Publikum dankte und lauschte der Musik und den Worten von Generalmusikdirektor Christoph-Mathias Mueller aufmerksam, hielt es aber zeitweise kaum still auf den Stühlen aus. Walzer und Polka luden geradezu zum Mitschunkeln ein, und bei Offenbachs rasantem Cancan bewegten sich die Beine fast von selbst.

Viele komische Stücke

Musikalisch bezeichne man die beschwingten, auch witzigen und komischen Stücke des Programms, unter anderem von Johann Strauß Sohn, Gioachino Rossini und Carl Maria von Weber, mit „Buffo“, erklärte Mueller mit wenigen Worten und viel unterhaltsamem, österreichischem Charme. Wie das aussehen kann, erfuhren die Gäste zum Beispiel beim „Ich lach“-Walzer von Carl Michael Ziehrer. Zu dem Stück gehört eine unverhoffte Unterbrechung, in der die Musiker plötzlich husten.

Junger Klarinettist begeistert

Hatte das Orchester im letzten Jahr noch eine Sängerin mitgebracht, stand in diesem Jahr ein junger Solo-Klarinettist mit auf der Bühne. Blaz Sparovec spielte das Concertino von Carl Maria von Weber sowie ein Rossini zugeschriebenes Werk für Klarinette und Orchester mit einer Leichtigkeit und dabei so melodisch schön, dass es die Zuhörer fast von den Stühlen riss. Sie feierten den 1994 in Slowenien geborenen, preisgekrönten Klarinettisten minutenlang.

Bevor mit der Tritsch-Tratsch-Polka und dem Radetzky-Marsch die letzte Zugabe verklungen war, gab es noch gute Nachrichten für das Publikum. Es könne sich berechtigte Hoffnungen machen, auch 2017 in den Genuss eines Neujahrskonzerts mit dem Orchester zu kommen. „Wir stehen auf der Liste“, verriet Justus Pahlow. Die Zuhörer antworteten mit Beifall. (zyp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.