100 Besucher beim Sohlinger Neujahrsempfang - Rekordtief bei Bewohnerzahl

Volles Haus: Zum ersten Neujahrsempfang in Sohlingen kamen 100 Einwohner. Damit hatten der neue Ortsbürgermeister Frank Blumenberg (rechts) und der Ortsbeauftragte Helmut Bösenberg nicht gerechnet. Foto: Porath

Sohlingen. 80 Gäste waren erwartet worden, 100 Einwohner kamen. Der erste Neujahrsempfang in Sohlingen zeigte ein Dorf im Aufbruch.

Frank Blumenberg war überwältigt. Zwar hatte sich der neue Ortsbürgermeister eine große Beteiligung erhofft und Sohlinger Neubürger sogar persönlich eingeladen, aber mit diesem großen Zuspruch dann doch nicht gerechnet.

Bevor es überhaupt losgehen konnte, wurde schnell ein weiterer Tisch eingedeckt, Stühle geschleppt und noch schnell jemand zum Brot kaufen geschickt. „Wir freuen uns riesig über diesen Andrang“, waren sich Blumenberg und Helmut Bösenberg als Ortsbeauftragter bei ihrer Begrüßung einig.

Änderung in kleinen Schritten

Beide bedankten sich bei den neuen Ortsratskollegen und allen Förderern für deren Engagement und forderten alle Anwesenden auf, die Zeit zu nutzen, um miteinander zu reden und sich auszutauschen. Der neue Ortsrat wolle in kleinen Schritten etwas verändern, kündigten Blumenberg und Bösenberg an.

So soll die Grundschule unterstützt und der Jugendraum wiederbelebt werden, und man wolle etwas gegen den demografischen Wandel tun. Das ist nötig, denn wie Ortsheimatpfleger Frank Jörn als Dorfchronist verkündete, habe Sohlingen mit 563 Einwohnern am 31. Dezember 2016 die niedrigste Einwohnerzahl, die er in seinen bis 1871 zurückreichenden Aufzeichnungen finden konnte. Aktuell gebe es im Dorf mehr Kühe als Einwohner.

Damit sich das ändert, werde im Ort ein Storchennest aufgestellt. Das soll nicht nur Störche anziehen. „Wir hoffen auf eine Geburtenflut ungeahnten Ausmaßes“, so Helmut Bösenberg. Ein Dorftag mit gemeinsamem Arbeiten und Feiern steht ebenfalls auf dem Programm.

Vom Vorstand der Bioenergiedorf Sohlingen eG informierte Hartmut Ische, dass Sohlingen mittlerweile zu den elf bei der „Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe“ für Niedersachsen eingetragenen Bioenergiedörfern gehöre und hob hervor, dass die Eintragung ohne Nachprüfung erfolgt sei. Aktuell stünden zu den 43 bereits bestehenden Hausanschlüssen zwei neue Hausanschlüsse für das Nahwärmenetz zur Verfügung. Wer sich dafür interessiere, könne sich bei der Genossenschaft melden. (zyp)

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