Betonwand und zweispurige Fahrbahn für den Kupferhammer in Uslar

+
Bedrohlich: Der Zustand der Stützmauer am Kupferhammer in Uslar.  

Uslar. Die Stützwand am Kupferhammer soll nicht mehr länger Sorgenkind in Uslar sein. Die Mauer an der Straße, die von der Ortsdurchfahrt der B 241 (Auschnippe) ins Wohngebiet Ilse-Siedlung führt, droht zumindest optisch bald umzukippen.

Tatsächlich ist sie schon lange marode.

Der Uslarer Bauausschuss hat am Dienstagabend die Erneuerung beschlossen. Er einigte sich nach ausführlicher Debatte und Sitzungsunterbrechung schließlich auf eine rustikale Schwergewichtsmauer aus Stahlbeton und verkehrstechnisch auf eine fünf Meter breite Fahrbahn und einen 1,50 Meter breiten Gehweg.

Eine halbe Einbahnstraße

Verkehrsmäßig soll auf dem Kupferhammer nichts verändert werden. Dabei handelt es sich nämlich um eine Besonderheit. Im unteren Bereich zur Bundesstraße hin ist Begegnungsverkehr zugelassen. Erst ab den großen Mietshäusern geht es als Einbahnstraße Richtung Ilse-Siedlung weiter. Hintergrund ist, dass die vielen Mieter aus den Wohnblöcken weiterhin den Kupferhammer hinabfahren sollen, um in die Stadt zu kommen, und nicht einen Umweg an den beiden Schulen (Gymnasium und Albert-Schweitzer-Schule) vorbei durch die Ilse-Siedlung in Kauf nehmen.

Die Kosten für das Sanierungsprojekt liegen bisher bei geschätzten 300.000 Euro, werden sich aber noch erhöhen, weil Planungskosten hinzukommen und die Sonderwünsche aus dem Uslarer Ausschuss: Er empfahl einstimmig bei einer Enthaltung von Bernd Franke von der Unabhängigen Wählergemeinschaft (UWG), die Betonwand hinterher zu verkleiden.

In der getrennten Abstimmung über den Straßenquerschnitt votierten fünf Ausschuss-Mitglieder für die fünf Meter breite Fahrbahn und den 1,50-Meter-Gehweg. Dazu gab es zwei Gegenstimmen.

Die Bunte Ratsgruppe hatte sich zuvor für eine andere Variante ausgesprochen mit breiterem Gehweg, Radverkehr in beiden Richtungen und Einbahnverkehr für Autos sowie für eine Stützmauer-Variante mit Gambionen, das sind die derzeit überall zu findenden Steinkörbe.

Zweifel an Fertigteilen

Als günstigste Variante hatte die Stadtverwaltung in Person von Volker Mäder eine Stützwandkonstruktion aus Fertigteilen vorgeschlagen, die auch er selbst allgemein als nicht empfehlenswert einstufte, kostenmäßig aber am günstigsten ausfallen würde. Bedenken gibt es vor allem wegen der Langlebigkeit.

Zum weiteren Vorgehen für das Sanierungsprojekt Kupferhammer berichtete Bürgermeister Torsten Bauer, dass der Verwaltungsausschuss in seiner Sitzung am heutigen Donnerstag die Detailplanung in Auftrag geben sollte. (fsd)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.