Ein Datum aus dem 8. Jahrhundert zeugte vom Alter des Dorfes an der Weser

Ist Bodenfelde viel älter?

1182 Jahre oder viel älter: Unser Luftbild von 2013 zeigt Bodenfelde an der Weser. Archivfoto: Thiele mit Charterflug-kassel.de/Nico Knabe

Bodenfelde. Bisher galt für das Alter des Weser-Ortes Bodenfelde eine erste urkundliche Erwähnung von 833. Aktuell wäre der Ort damit 1182 Jahre alt. Möglicherweise ist Bodenfelde aber viel älter, wie Nachforschungen von Klaus Glaesner und Dr. Erwin Günther (Korbach) ergaben. Dabei steht ein „Wunder von Buddonfeld“ im Mittelpunkt.

Bei dem erwähnten Ort könnte es sich nach Ansicht des Duos und auch von Bürgermeister Mirko von Pietrowski um Bodenfelde handeln. Das ist aber bisher nicht eindeutig zu klären. Die Ergebnisse der Nachforschungen sollen am Freitag, 5. Juni, erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Dazu sind alle Interessierten ab 19 Uhr in das DLRG-Zentrum an der Jahnstraße eingeladen.

Glaesner und Günther haben dazu eine Erweiterung der bisherigen Chronik verfasst. Diese Chronik von Dr. Walter Junge († 1989) erschien 1983 unter dem Titel „Chronik des Fleckens Bodenfelde – Von den Anfängen bis zur Gegenwart.“ Die neue Broschüre unter dem Titel „Der Chronik älterer Teil und das Wunder von Buddonfeld“ beschäftigt sich mit etlichen Karten und ergänzende Texte, die auch auf Mythen und Legenden aus der damaligen Zeit eingehen.

Präsentation am Freitag

Am Freitag soll das Ergebnis vorgestellt werden. Von Pietrowski hat doppelt großes Interesse daran. Als Bürgermeister und als Enkel von Chronist Dr. Walter Junge. Nach seiner Begrüßung will Klaus Glaesner in die Thematik einführen und über „Widukind und das Wunder von Buddonfeld“ referieren und dazu passend Bilder und Texte präsentieren.

Glaesner-Vorwort

Aufgelockert werden soll die Präsentation der Broschüre im DLRG-Zentrum mit Musik von Minnesänger Holger Schäfer (Adelebsen), des Sängerclubs Weserlust Bodenfelde und Beiträgen von Schülern der Gesamtschule.

Der Eintritt ist frei, für Getränke ist gesorgt.

Der frühere Gesamtschul-Lehrer Klaus Glaesner hat in der neuen Broschüre ein Vorwort geschrieben. Er geht zusammen mit Erwin Günther (Mitarbeiter im Stadtarchiv Korbach) der Frage nach, ob Bodenfelde der sagenhafte Ort Buddonfeld ist. Nachgeforscht wurde in alten Akten der Traditionen des Klosters Corvey.

Dabei ging es auch darum, ob sich der Sachsen-Herzog Widukind wirklich im Wesertal aufgehalten hat und ob der Ortsname aus dieser Zeit ist. Da sich die Historiker zu den Gegebenheiten nur „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ festlegen wollen und vieles nur im Bereich von Mythen und Legenden einzuordnen ist, muss wohl jeder interessierte Leser sein eigenes Urteil fällen, so Glaesner. (jde)

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