Bodenfelder Jugendwehr übt mit den Erwachsenen den Ernstfall

Alle fassen mit an: Bei der Übung der Jugendfeuerwehr mit den Erwachsenen mussten die Nachwuchsleute auch mit anpacken wie hier bei der Bergung von „Verletzten“. Fotos: Schneider 

Bodenfelde. Jede Menge Blaulicht und Tatü-Tata zogen am Freitagabend vor allem die Blicke der Autofahrer an der vielbefahrenen Uslarer Straße in Bodenfelde auf sich. Keine Sorge: Es handelte sich um eine Übung der Feuerwehr und keinen Ernstfall.

Es war aber ein besonderer Übungsdienst, den es in Bodenfelde vorher so noch nicht gegeben hatte: die erste gemeinsame Übung der Jugendfeuerwehr mit der Einsatzabteilung der Ortsfeuerwehr. Und die verlief äußerst erfolgreich, wie Ortsjugendfeuerwehrwart Sven Koschol hinterher zusammenfasste.

Das Konzept ging auf

Die Nachwuchs-Feuerwehrleute – 14 an der Zahl – wurden dabei jeweils einem erwachsenen Feuerwehrmann zugeteilt. Dieses Konzept ging voll auf, berichtete Ortsjugendfeuerwehrwart Koschol. Die erfahrenen Einsatzkräfte – 24 waren am Freitag angetreten – erklärten alle Schritte, nahmen die Jugendlichen sprichwörtlich an die Hand. Dabei erwartete die Beteiligten keine einfache Übung. Denn die Ausgangslage stellte sich wie folgt dar: „Gebäudebrand, vermutlich Personen im Gebäude, Lage unklar.“

Fotos von der Übung

Bodenfelder Jugendwehr übt mit den Erwachsenen den Ernstfall

Die vorrückenden Trupps fanden ein total verqualmtes Gebäude vor (die Firma ProFagus stellte ein leerstehendes Wohnhaus zur Verfügung), in dem man die vielzitierte Hand vor den Augen nicht mehr sehen konnte. Dafür hatte Bodenfeldes Bürgermeister Hartmut Koch mit einem speziellen Übungsqualm gesorgt.

Die Feuerwehr und der Nachwuchs erledigten aber alle Aufgaben zur Zufriedenheit aller, „retteten“ drei Personen aus dem Haus, übergaben sie an die SEG (Schnelleinsatzgruppe der DRK-Bereitschaft Solling), übernahmen die Brandbekämpfung und sicherten die ganze Zeit auch den Verkehr an der Hauptstraße.

In Ruhe alles abgearbeitet

Dass alles so gut funktioniert, damit hatte Jugendfeuerwehrchef Koschol nicht gerechnet, freute sich vor allem, dass kein Chaos entstand und die Beteiligten ihre Aufgaben in aller Ruhe abgearbeitet haben. Das habe auch die Führung der Feuerwehr so beurteilt.

Die Jugendlichen selbst waren alle begeistert, berichtete Koschol hinterher über die Reaktionen seiner Nachwuchskräfte. Für Koschol wurde nicht nur erreicht, dass die Jugendwehr eine Einsatzübung der Erwachsenen miterlebte, sondern dass auch ein besseres Verhältnis untereinander entsteht. Das Konzept einer gemeinsamen Abschlussübung soll keine Eintagsfliege bleiben. Sie soll in Zukunft jedes Jahr angeboten werden. (fsd)

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