Gabriele Diederichs fordert Lösung des Hochwasser-Problems an der Alleestraße

Die Brücke ist zu niedrig

Zu wenig Platz: Das sieht Gabriele Diederichs als einen der Gründe für das Hochwasser in der Alleestraße an. Der Durchlass unter dieser Brücke sei zu gering, meint die Uslarerin. Foto: Schneider

Uslar. Die Alleestraße in Uslar ist bei Unwettern einer der Bereiche in der Kernstadt, der als erstes unter Wasser steht. Zuletzt ergoss sich das Hochwasser aus dem Martinsbach im Juli über die Straße und verwandelte sie kurze Zeit in einen Fluss.

Anwohnerin Gabriele Diederichs kennt das Problem: Sie wohnt an der Alleestraße und spricht sich für eine pragmatische Lösung aus. Sie sieht als Hauptgrund für das Hochwasser die zu niedrige Brücke gleich hinter der Eisenbahnbrücke und den zu geringen Durchlass am Wehr wenige Meter weiter. Sie schlägt daher vor, beide Bauwerke so zu verändern, dass mehr Wasser durchpasst, und ist sich ziemlich sicher, dass die Hochwassergefahr damit erheblich geringer werden würde.

Als Beispiel führt sie auf, dass sie ihre beiden Brücken über den Martinsbach an ihrem Grundstück einfach erhöht habe. Zwischen normalem Wasserstand und Brückeunterkante sind etwa 1,20 Meter Luft.

Kein Platz fürs Wasser

Der Vorteil liegt nach ihren Angaben auf der Hand: Sie habe keine Hochwasserprobleme bei Unwettern. Dagegen ist unter der flachen Brücke nach dem Viadukt und dem Wehr wesentlich weniger Durchlasshöhe. Zudem verweist sie auf den so genannten Plessmann-Graben, der kurz vor der Brücke in den Martinsbach mündet und frei gemacht werden müsste.

Für Gabriele Diederichs drängt das Problem nicht nur wegen des nächsten Hochwassers. Sie führt an, dass bei der Sanierung der Wiesenstraße ab dem nächsten Jahr ein Kreisel an der Kreuzung Alleestraße/Wiesenstraße gebaut wird und die Röhre für den Martinsbach vergrößert werde und für den Unterlauf des Baches zusätzlich Hochwassergefahr bestehe. Viel Zeit zu reagieren, bleibe nicht mehr.

Verbesserungsvorschlag

Sie will ihren Vorschlag als Verbesserungsmöglichkeit verstanden wissen und hofft, bei der Stadtverwaltung auf Gehör zu treffen. Es sei im Sinne der Gesamtsituation und der allgemeinen Sicherheit etwas zu unternehmen. Denn ihre Nachbarn seien weiter vom Hochwasser betroffen, würden sich immer wieder ärgern, wenn das Wasser auf der Straße steht und die Autos auf der vielbefahrenen Straße durch die Fluten fahren. (fsd) ARTIKEL UNTEN

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