Arbeitskreis tagt am Montag

Bürgerinitiative Bollert-Dörfer startet mit Umfrage das Projekt Dorfladen 

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60 Einwohner kamen zum Treffen zum Thema Dorfladen auf Einladung der Bürgerinitiative Bollert-Dörfer, rechts Dorfmoderatorin Esther Graepler.

Die Resonanz beim ersten Treffen zum Thema Dorfladen für die Bollert-Dörfer war groß: 60 Einwohner kamen zum ersten Infoabend ins Freibad Volpriehausen.

Schon am Montag tagt ein Arbeitskreis und bereitet die Umfrage vor, was die Bevölkerung von einem Dorfladen hält.

Fragebogen in Arbeit

Dorfmoderatorin Esther Graepler (Volpriehausen) und ihr Kollege Andreas Stänger (Schlarpe) moderierten das erste Treffen und zeigten sich erfreut über die große Resonanz. Nach gut einer Stunde war man sich einig, den nächsten Schritt zu wagen und die Bevölkerung zu fragen, ob ein Dorfladen überhaupt erwünscht ist und genug Kunden zu erwarten sind.

Der Arbeitskreis Bedarfsanalyse tagt am Montag, 15. Juli, ab 18.30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Schlarpe. Es fanden sich genug Mitstreiter für die Umfrage. Bei der Zusammenkunft wird ein Fragebogen erarbeitet. Grundlage sind Fragebögen aus Orten, in denen es bereits Dorfläden gibt.

Viele Modelle möglich

Esther Graepler und Andreas Stänger zeigten am Anfang Beispiele aus Wachenhausen (Ortsteil von Katlenburg-Lindau) und Otersen (Landkreis Verden), wie Dorfläden funktionieren. Es gibt unterschiedliche Modelle, zum Beispiel auf Vereinsbasis oder mit einer Genossenschaft, ehrenamtlich geführt oder aber auch mit Angestellten. Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Viel Geld erforderlich

Esther Graepler führte eingangs das Argument der Nahversorgung in einer vom demografischen Wandel betroffenen Gegend, in der die Bevölkerung immer älter wird und nicht mehr so mobil ist wie früher, ins Feld.

Und Andreas Stänger machte deutlich, dass jede Menge Geld für einen Dorfladen erforderlich ist und nannte 20.000 Euro für eine Ladeneinrichtung, 7000 Euro für ein Kassensystem und 20.000 Euro für den ersten Wareneinkauf. Insgesamt wäre für den Dorfladen ein Umsatz von 120.000 bis 150.000 Euro im Jahr erforderlich, um kostendeckend zu arbeiten.

Zahlen von Rewe

Volpriehausens Ortsbürgermeister Gerd Kimpel verwies auf eine Auskunft von Rewe, wonach rein rechnerisch am Bollert ein Umsatz von einer Millionen Euro pro Jahr erwirtschaftet werden könnte. Das würde aber höchstens für eine Familie als Betreiber reichen. Mehr Mitarbeiter könnte man sonst nicht finanzieren.

Antoniades-Angebot

Michalakis Antoniades, in dessen Räumen im früheren Gasthaus Anthon der Einkaufsmarkt untergebracht war, der Ende Juni schloss, sagte, dass die Räume demnächst schon zur Verfügung stünden. Zudem berichtete er, dass er Kontakte nach Gieselwerder zum Dorfladen aufgenommen habe: Von dort sei Hilfe angeboten worden.

Weitere Arbeitskreise

Geplant ist am Bollert, zwei weitere Arbeitsgruppen zu bilden, die sich mit dem Thema Standort und Immobiliensuche beschäftigen sowie mit dem Warensortiment und der Suche nach Partnern wie beispielsweise der Marktkette Tegut, mit dem bereits ein Gesprächstermin vereinbart ist.

Ansprechpartner

Koordinatoren und Ansprechpartner für das Projekt Dorfladen sind Esther Graepler und Andreas Stänger.

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