Windrad-Debatte

Bürgerinitiative fordert Unterschriftenlisten zum Windrad zurück

Ahlbershausen. „Die Verwaltung und Herr Bauer haben entschieden. Sie haben dafür gesorgt, dass das Einvernehmen der Stadt Uslar zum Bau eines weiteren Windrades auf dem Lichtenberg wegen der nicht eingehaltenen Frist vom Landkreis Northeim als erteilte Zustimmung gewertet werden kann.“

Das schreiben Günter Schnitzler, Friedbert Leßner und Heiner Ellermeyer für die Initiative Lebenswerte Lichtenbergdörfer.

„Sie haben so entschieden und gehandelt und parallel dazu die politischen Gremien und Bürger der Stadt im Glauben gelassen, es werde eine inhaltliche Auseinandersetzung zu diesem Thema geführt“, heißt es weiter.

Zudem sei „ihre Meinung und die der hinter ihnen stehenden Lobbygruppen höher bewertet worden, als die sich abzeichnende Meinung der Bevölkerung, kein weiteres Windrad auf dem Lichtenberg zu bauen.“

Der Ortsrat Verliehausen habe das Windrad abgelehnt, und auch die Bürgerbefragungen in Ahlbershausen und Verliehausen zeigen nach Ansicht der Bürgerinitiative mit über 300 Unterschriften ebenfalls eine deutliche Ablehnung.

Mehr als 60 Einwohner seien in der Initiative zusammengeschlossen, um sich für den Erhalt der Lebensqualität in ihren Dörfern einzusetzen und unter anderem weitere Windräder auf dem Lichtenberg zu verhindern.

Torsten Bauer

Eine breite Zustimmung wie beim ersten Windrad am Lichtenberg sei nicht zu erkennen. „Die inhaltliche Auseinandersetzung mit dieser Stimmungslage war der Verwaltung und Herrn Bauer dann wohl zu anstrengend und im Ausgang zu ungewiss“, heißt es von dem Trio. So seien von der Verwaltung „Fakten geschaffen und ein Schmierentheater aufgeführt“ worden, zuletzt bei der Übergabe der Protestschreiben an Bürgermeister Torsten Bauer im Verwaltungsgebäude. „Die dabei zu Tage tretende Arroganz und Dreistigkeit macht erstmal sprachlos“, heißt es. Dabei werde es jedoch nicht bleiben, weil alle politisch interessierten und engagierten Menschen in der Region durch das Verhalten der Verwaltung und des Bürgermeisters beschädigt worden seien. Das Trio ruft dazu auf, sich gegen „solche Machenschaften“ zu wehren.

Die Initiative fordert umgehend die Mitte Mai übergebenen Unterschriftenlisten von Bauer zurück. „Wir stehen bei den Unterzeichnern im Wort, dass mit ihren Unterschriften verantwortungsvoll umgegangen wird“, betonen die drei Initiativen-Sprecher.

Gleichzeitig kündigen sie an, sich weiter gegen das geplante Windrad einzusetzen. (jde)

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