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Jugendpfleger stützt erfolgreich „Bufdis“ für Kindertagesstätte Wahmbeck

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Von: Jürgen Dumnitz

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Zusatzaufgabe mit Corona-Regeln: Anna-Lena Meise (links) und Gemeindejugendpfleger Stefano Turano zeigen Plakate, die die 18-Jährige als Bundesfreiwilligendienstlerin (Bufdi) angefertigt hat.
Zusatzaufgabe mit Corona-Regeln: Anna-Lena Meise (links) und Gemeindejugendpfleger Stefano Turano zeigen Plakate, die die 18-Jährige als Bundesfreiwilligendienstlerin (Bufdi) angefertigt hat. © Jürgen Dumnitz

Wahmbeck – Im Flecken Bodenfelde sind seit zehn Jahren permanent zwei Stellen für den Bundesfreiwilligendienst in der gemeindeeigenen Kindertagesstätte Wahmbeck ausgeschrieben. Meist sind die Stellen besetzt, nur während der Coronavirus-Pandemie gab es eine Flaute. Zuletzt hat Anna-Lena Meise (18) freiwillig mit den Jungen und Mädchen im Kindergarten gearbeitet.

Jetzt wirbt sie zusammen mit Gemeindejugendpfleger Stefano Turano um Nachfolger.

Turano lobt den Einsatz von Bufdis, wie die Bundesfreiwilligendienstler genannt werden. Jeder erhält 300 Euro Taschengeld über die Zentralstelle des Bundesfreiwilligendienstes (Köln) und der Flecken zahlt die Sozialversicherungsbeiträge. Das freiwillige Engagement der Jugendlichen und jungen Erwachsenen hilft nicht nur bei der Persönlichkeitsentwicklung, sondern dient auch der beruflichen Orientierung.

So war es auch bei Anna-Lena Meise, die nach dem Besuch der Heinrich-Roth-Gesamtschule noch nicht wusste, was sie machen wollte.

Von Oktober 2020 bis August 2021 war sie Bufdi in der Kita, stützte das personell knapp besetzte Team und hatte vor allem viel Spaß mit den Kindern. „Ich hab’ die alle wirklich sehr lieb gewonnen und beim Abschied gab es auch Tränen“, sagt die 18-Jährige.

Herzlich und verständnisvoll sei man miteinander umgegangen, lobt sie. Und: Sie sei vom Team sehr gut unterstützt worden und hat unter anderem einen Corona-Plan für die Kita als Zusatzaufgabe erstellt. Die frühere Wahmbeckerin hat mehrere Geschwister und mag es, mit Kindern zu arbeiten. Sie lebt jetzt auf der anderen Seite der Weser in Gewissenruh und möchte eine Ausbildung zur Tagesmutter machen.

Jugendpfleger Turano unterstützt sie auf dem Weg. Wegen Corona fiel die sonst obligatorische Jugendleiter-Ausbildung aus. Vielleicht holt die Ex-Bufdi den Juleica-Part in diesem Jahr, wo es wieder möglich ist, nach.

Bufdi im Wahmbecker Kindergarten können Menschen im Alter ab 17 Jahren werden. Bei Interesse kann man Kontakt mit dem Gemeindejugendpfleger Stefano Turano (Telefon 01 72/74 50 18 3; E-Mail: stefano.turano@freenet.de) aufnehmen. Er kümmert sich um die Erledigung der nötigen Regularien und vermittelt. Die Vorbereitungen bis zum Einsatz dauern etwa einen Monat.

Arbeitszeit der Bufdis in der Kita ist meist von 7.30 bis 15 Uhr an fünf Tagen in der Woche. Zu Beginn nehmen die jungen Bundesfreiwilligen an einer zentralen Bufdi-Grundausbildung in Köln teil und zudem an einer 20-tägigen Jugendleiter-Ausbildung (Juleica) der Jugendpflege. Das gehört dazu und wird den Bufdis als Zusatzqualifikation für den Lebenslauf auch bescheinigt.

Von Jürgen Dumnitz

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