Nach Telefonabstimmung: Die Bushaus-Debatte in Schlarpe hält an

+
Brachte die Ortsratsmitglieder ins Wanken: Das Holz-Bushäuschen gegenüber der Gemeinschaftsanlage.

Schlarpe. Per Telefon hat der Schlarper Ortsbürgermeister Berthold Ruwisch bei seinen Ortsratskollegen abgefragt, wie sie über eine für das Dorf kostenlose Erneuerung der beiden Bushaltestellen denken. Drei waren für eine Erneuerung zwei dagegen.

Das Ergebnis teilte Ruwisch der Stadtverwaltung für die Neubestellung von zwei Glashäuschen mit. Jetzt wurde das Thema wieder im Ortsrat beraten.

Hintergrund: Die Verwaltung hatte angefragt, weil ein Nahverkehrsbetrieb die Bushaltestellen weitgehend auf seine Kosten erneuern und die alten Häuschen entsorgen lassen will. Laut Ortsbürgermeister Ruwisch sollen neue Glashäuschen aufgestellt werden, deren Unterhaltung und Pflege ebenfalls von dem Nahverkehrsbetrieb übernommen werde.

Während der jüngsten Sitzung des Ortsrates, an der 13 Zuhörer teilnahmen, kamen Ortsratsmitglied Rolf Grünhagen und später auch der Ortsbürgermeister ins Wanken. Grund waren die Interventionen von Ortsratsmitglied Heinz Kühn, der sich massiv für den Erhalt des Bushauses aus Holz im Unterdorf aussprach. Nach längerer Diskussion über die Vor- und Nachteile einer für den Ort kostenlosen Bereitstellung von zwei Glashäuschen im Ober- und Unterdorf wurde Kühn ohne erneute Abstimmung von seinen Ortsratskollegen beauftragt, noch einmal mit der Verwaltung zu sprechen, ob nicht nur der Unterstand für Busreisende im Oberdorf erneuert werden könne.

Passt besser ins Ortsbild

Der Holzunterstand für Fahrgäste im Unterdorf passe „vielleicht doch besser ins Ortsbild“, hieß es. Auch wenn man sich wie bisher um die Unterhaltung der Holzhütte kümmern müsse. Nach Ansicht von Kühn reiche da ein wenig Farbe. „Jedenfalls passt das da besser hin“, sagte er.

Ortsbürgermeister Ruwisch verteidigte seine Bestellung von zwei Glashäuschen zunächst und sagte, dass die Verwaltung den Ortsrat seiner Ansicht nach unter Druck setze, wenn dieser sich nicht – wie durch die Telefonabstimmung bereits geschehen – für die Erneuerung beider Bushäuschen ausspreche.

Die Erneuerung sei für das Dorf kostenlos, ebenso die Unterhaltung in den nächsten Jahren. Blieben die Wartehäuschen so stehen, müssten sie auf Kosten des Dorfes unterhalten werden, argumentierte Berthold Ruwisch.

Letztlich änderte er seine Entscheidung jedoch und bat Heinz Kühn, er solle doch „in der Verwaltung vorsprechen“ und sehen, ob man nicht nur das Häuschen im Oberdorf erneuern und das jetzige im Unterdorf stehen lassen könne. (jdx)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.