Keine Verletzten

31 Besucher evakuiert: Chlorgasunfall im Badeland

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Einsatz mit Feuerwehr-Spezialkräften: Im Uslarer Badeland sind am Sonntagvormittag größere Mengen Chlorgas aus einem Behältnis ausgetreten. Warum das Gas ausströmte, ist bisher nicht bekannt. Die Badegäste sind evakuiert worden.

Uslar. Chlorgas ist größeren Mengen ist nach ersten Erkenntnissen der Polizei am Sonntag gegen 11 Uhr aus einem Behälter im Uslarer Badeland ausgetreten. Zu dem Zeitpunkt hielten sich 31 Badegäste in dem Hallenbad an der Schwarzen Erde auf, die sofort evakuiert wurden.

Durch die Umsicht der Schwimmmeisterin Valerie Batke sei vermutlich niemand verletzt worden, sagte Volker Fuchs vom Vorstand der Bürgergenossenschaft, die das Badeland der Uslarer Stadtwerke GmbH betreibt. Die Evakuierten Badegäste standen zunächst meist nur spärlich bekleidet im Freien, wurden dann aber bald in der benachbarten Sollingschule untergebracht und von Ärzten und Sanitätern untersucht. Mit Chlorgas in Verbindung gekommen sei niemand, hieß es von Feuerwehr und Polizei. Ein Badegast sei vorsorglich zur Untersuchung ins Krankenhaus transportiert worden.

Aktualisiert um 16.10 Uhr

Die Feuerwehr hatte das Gelände um das Badeland wegen der austretenden Chlorgase weiträumig abgesperrt und versuchte mit Spezial-Einsatzkräften das weitere Austreten des in dichter Konzentration giftigen Chlorgases zu verhindern. Das gelang laut Uslars Stadtbrandmeister Jörg Jacob auch. Feuerwehr-Experten brachten an der etwa 1,40 Meter hohen und über 100 Kilogramm schweren Chlorgasflasche eine Notfall-Verschlusskappe an.

Messungen der Umweltfeuerwehr ergaben, dass so kein Chlorgas mehr ausströmen kann. Laut Volker Fuchs hatte die jetzt von der Polizei an Ort und Stelle beschlagnahmten Flasche eine Firma aus Hamburg angeliefert. Warum das Chlorgas ausströmte, ist bisher völlig unklar.

Nach dem Alarm blieb das Badeland am Sonntag für Besucher geschlossen. Das Frühschwimmen am heutigen Montag findet wie gewohnt statt. Geschlossen bleibt das Hallenbad an Heiligabend, den beiden Weihnachtsfeiertagen sowie Silvester und Neujahr. An allen anderen tagen gelten die üblichen Öffnungszeiten, sagte Volker Fuchs.

Neben 75 Feuerwehrleuten waren am Sonntag auch rund 100 Mitarbeiter verschiedener Rettungsdienste vor Ort, wegen der hohen Zahl der Evakuierten, hieß es von Stadtbrandmeister Jacob. (jdx)

Bilder aus Uslar

Evakuierung: Chlorgasunfall im Uslarer Badeland

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