Montanara-Chor: Konzerterlös kommt Kirche, MGV, Jugendraum und Park zugute

Chorgesang wirkt weiter

Arbeit im Park: Jeden Mittwoch arbeiten Manfred Kettler (von links), Peter Jürgens und Klaus Kreike in der öffentlichen Grünanlage. Mit den gespendeten 600 Euro wollen sie unter anderen Pflanzen kaufen.

Volpriehausen. Wenn es nicht regnet, sind Manfred Kettler, Peter Jürgens, Klaus Kreike und Horst Rennemann jeden Mittwochvormittag im Park am Bergmann anzutreffen. In Volpriehausen sind die aktiven Rentner denn auch als „Park-Rancher“ bekannt.

Im Moment beschäftigen sie sich mit typischen Herbstarbeiten, fegen Laub zusammen und werden bald die letzten Blumen entfernen. „Zu tun gibt es immer etwas“, berichten Manfred Kettler, Peter Jürgens und Klaus Kreike, die ausnahmsweise einmal nur zu dritt mit der Laubharke unterwegs sind. „Der Park ist unser Herzstück in Volpriehausen. 100 Leute kommen hier am Tag vorbei“, erklären sie ihr Engagement. „Wir sind stolz auf die Anlage. Das hat nicht jede Ortschaft“, sagt Kettler.

Neben regelmäßigen Pflegearbeiten, dem Entfernen von Unkraut, Abfall und Hundekot kümmern sich die Helfer auch um Verschönerungen. So haben sie im Frühjahr eine Spende zur Anschaffung von Beleuchtung für den Bergmann genutzt. Jetzt wird die große Figur im Dunkeln angestrahlt.

Weil es immer Arbeit gibt, wünschen sich die „Park-Rancher“ Unterstützer. „Im Ort gibt es noch rüstige Rentner“, meinen die drei. Wer mitmachen will, kann mittwochs zwischen 9 und 12 Uhr vorbei schauen.

Vergangene Woche verpasste das Trio in dieser Zeit die Übergabe einer Spende. 600 Euro aus den Einnahmen des Benefizkonzerts mit dem Montanara Chor im September sind für den Park am Bergmann bestimmt.

Dann brauche man für Dünger nicht jedes Mal den Ortsrat um Geld fragen, könne Blumen oder Pflanzen wie eine Konifere kaufen, freuten sich die Senioren. Initiator und Sponsor des Konzerts Anfang September war der aus Schlarpe stammende Senioren- und Pflegeheim-Betreiber Sven Tilch, so dass die kompletten Einnahmen an die Volpriehäuser gehen.

Benefizkonzert

Tilch hatte den „Coro Cortina“, der durch das Lied der Berge (La Montanara) bekannt wurde, engagiert. Und das ist nicht so einfach. Denn die 35 Sänger nehmen den weiten Weg aus den Dolomiten nicht für ein einziges Konzert auf sich. Andererseits können die Sänger im Alter zwischen 35 und 85 Jahren auf einer Tour nur maximal drei Konzerte singen.

Und so hat es eine Zeit lang gedauert, bis der Montanara-Chor nach dem Auftritt in der katholischen Kirche von Volpriehausen im Herbst 2012 jetzt wieder an den Bollert kam. 350 Fans erlebten das Konzert in der evangelischen St. Georg-Kirche mit.

Eröffnet wurde das Programm durch den Männergesangverein Volpriehausen, der sich auch über 600 Euro aus dem Erlös des Abends freuen darf.

Für die Kirchengemeinde nahm Ruth Kimpel stellvertretend 600 Euro in Empfang. Ortsbürgermeister Gerd Kimpel nahm 300 Euro für den örtlichen Jugendraum mit und will die letzten 600 Euro an die ehrenamtlichen Pfleger der öffentlichen Parkanlage weitergeben. (shx)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.