Ortsrat und Verwaltung suchen Lösung

Spielplatz in Delliehausen säuft ab - Anwohner sind sauer

Spielplatz ist Sorgenkind: Unbekümmertes Spielen wie auf den Eingangsschildern (kleines Bild) ist auf dem Delliehäuser Kinderspielplatz am Rehbach nicht möglich. Auf dem Platz steht das Wasser, ein Teilstück (Bild) kann schon nicht mehr gemäht werden. Fotos:  Dumnitz

Delliehausen. So nass wie in diesem Jahr ist der Platz am Rehbach noch nie gewesen. Das sagen Ortsbürgermeister Wolfgang Boeder und Thomas Sattler von der Uslarer Stadtverwaltung. Als Mitarbeiter des Bauhofes vor einigen Wochen das Gras turnusmäßig mähen wollten, brachen sie die Arbeit ab. Der Grund: Der Spielplatz ist ein Feuchtgebiet.

Ein Anwohner der Rehbachstraße meldete sich kürzlich bei der Sollinger Allgemeinen, beklagte, dass der Platz mit seinem guten Dutzend Spielgeräten ohne Gummistiefel an den Füßen nicht mehr benutzt werden könne. Der Untergrund sei matschig und modrig, mitunter hätten sich schon typische Pflanzen in dem Feuchtgebiet angesiedelt.

Tatsächlich steht fast der gesamte Platz, der sowohl von der Rehbachstraße als auch von der Volpriehäuser Straße aus über einen schmalen Weg zugänglich ist, fast komplett unter Wasser. „Feucht war der Platz schon immer“, sagte ein anderer Anwohner. Er vermutet, dass die alten Tonrohre der einst gelegten Drainage kaputt oder zugesetzt sind.

Das vermuten auch Boeder und Sattler. Den Ortsbürgermeister bedrückt das Problem. Dem Ortsrat stehen 150 Euro pro Jahr für die Unterhaltung des einzigen Spielplatzes im Dorf zur Verfügung. Ein örtlicher Unternehmer, den er unverbindlich nach einer Kostenschätzung für neue Drainage gefragt hat, habe 3000 bis 5000 Euro geschätzt. Im Ortsrat wisse man nicht, was man tun solle, sagte Boeder, weil das Geld nicht ausreicht.

Thomas Sattler rechnet sogar mit höheren Kosten. Er meint, dass der Boden torfhaltig sei und deshalb so viel Wasser auf dem Platz stehe. Ihm sei – ebenso wie Boeder und dem Ortsrat – an einer Lösung gelegen, um den Spielplatz zu erhalten und dauerhaft trockener zu bekommen.

Auch über eine Verlegung des Spielplatzes sei nachgedacht worden. Dafür fehle aber ein geeignetes Grundstück im Unterdorf, zudem koste es viel Geld, die Spielgeräte ab- und an anderer Stelle wieder aufzubauen. „Das wird ein schwieriger Akt“, sagt Thomas Sattler von der Stadtverwaltung.

Für die beiden Anlieger der Rehbachstraße ist eine Erneuerung der Drainage die einzig richtige Lösung. Beide würden auch mit helfen und sind sich sicher, dass auch andere Eltern mit dabei wären, wenn die Drainagerohre eingebaut werden sollen.

Schließlich sei es der einzige Spielplatz im Ort. Und allein im Unterdorf gebe es rund zehn Kinder, die den Platz dann wieder trockenen Fußes nutzen könnten. Dazu kämen Besuchskinder und der Nachwuchs von Touristen und Gästen des Dorfes.

Von Jürgen Dumnitz

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