Dinkelhäuser Ortsrat plädiert für einen Friedhof mit Fried-Park

Dinkelhausen. Über die Friedhöfe im Uslarer Land wird derzeit überall beraten. Grund: Die rückläufige Bevölkerungszahl und alternative Bestattungsmöglichkeiten wie Friedwälder führen dazu, dass weniger Platz für Grabstellen benötigt wird.

Der Dinkelhäuser Ortsrat schlägt dazu in eine neue Richtung ein und versucht, einen Fried-Park anzulegen.

Wie Ortsbürgermeister Dietrich Klinkermann in der jüngsten Ortsratssitzung im Dorfgemeinschaftshaus berichtete, habe sich der Ortsrat bei einem Ortstermin für das Projekt Fried-Park ausgesprochen, um eine Alternative zum Friedwald zu bieten. In Dinkelhausen sei genügend Platz vorhanden. Dort sollen nach den Vorstellungen des Ortsrates heimische Bäume angepflanzt werden, an denen dann später Urnen bestattet werden sollen.

Es solle eine Art Park entstehen. Auf der Fläche stehen bereits fünf Bäume, berichtete Klinkermann und fügte hinzu, dass das Projekt jetzt mit der Stadtverwaltung weiter verfolgt werden solle, wo nun eine Mehrheit gefunden ist.

Breite Mehrheit

Über den Fried-Park war sich der Ortsrat grundsätzlich einig. Auch aus dem Kreis der 16 Zuhörer kamen positiven Stimmen zum Friedpark-Projekt. Das sei wirklich ein alternatives Angebot, das vor allem auch in Dinkelhausen bestimmt gut angenommen werde, hieß es.

Sorge um Friedhofstourismus

Meinungsverschiedenheiten gab es mit Volker Ruwisch (Grüne) darüber, ob man Bestattungen im Fried-Park für jedermann und damit einen gewissen Friedhofstourismus zulasse, oder ob er nur für verstorbene Menschen aus Dinkelhausen und den Nachbardörfern vorgesehen werde. Ruwisch befürchtete Friedhofstourismus, die breite Mehrheit im Ortsrat und der Zuhörerschaft teilte diese Sorgen aber nicht.

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