Wunschkugeln: 190 Kinder freuen sich über Weihnachtspakete

Einbahnstraße für Geschenke im Uslarer Gemeindehaus

Bescherung im Gemeindehaus: Lea Sophie Winter (von links), Jasper Hölzchen, Elisabeth Bergmann, Alexa Müller und Julia Grote verteilten Geschenke an 190 Kinder.
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Bescherung im Gemeindehaus: Lea Sophie Winter (von links), Jasper Hölzchen, Elisabeth Bergmann, Alexa Müller und Julia Grote verteilten Geschenke an 190 Kinder.

Ferngesteuerte Autos, Puppen, Spielfiguren, Playmobil, Lego und Kleidung standen ganz oben auf den Wunschzetteln der 190 Kinder, die bei der Aktion „Wünsch Dir was“ mitgemacht haben.

Uslar – Wegen Corona musste die Bescherung im Gemeindehaus allerdings anders stattfinden als sonst: Es gab kein Café, sondern eine Einbahnstraße zur Bescherung. Wohl wegen der aktuellen Lage waren bei den Initiatoren – dem Forum Kinderarmut und der Evangelischen Jugend – rund 30 Wünsche weniger als im Vorjahr angekommen. Die Spender blieben aber auch bei der neunten Auflage der Wunschkugelaktion zugunsten finanziell benachteiligter Familien aus der Region fleißig, sodass alle Mädchen und Jungen ihr Geschenk bekommen konnten.

„Alle Kugeln sind von den Bäumen genommen worden. Es gab keine Rest-Kugeln und die Spendenbereitschaft war hoch“, freut sich Kirchenkreisjugendwartin Julia Grote. Auch für Wünsche, die erst zwei Wochen nach der Abgabefrist ankamen, gab es noch Platz in einer der Wunschkugeln, die an Bäumen in der Touristik-Info, der Sparkasse Uslar und der Gemeindeverwaltung Bodenfelde hingen. Grote: „Trotz der Umstände, hat es Jan Kaiser möglich gemacht, dass auch Kugeln an einem Vormittag im Rewe verteilt werden konnten.“

Geschenkt haben Einwohner aus dem Uslarer Land und Bodenfelde sowie Einzelpersonen aus dem gesamten Landkreis Northeim, 21 Schulklassen der Sollingschule und zehn Klassen der Heinrich-Roth-Gesamtschule Bodenfelde.

Um die Hygieneregeln zu erfüllen, hatte man sich für die Verteilung der Geschenke im Gemeindehaus ein Einbahnstraßensystem ausgedacht. Um Andrang zu vermeiden, kamen die Familien auf Einladung zu unterschiedlichen Zeiten und es wurden gespendete Einweg-Masken verteilt. Statt Süßem in geselliger Runde gab ein „Wunsch-Café“ zum Mitnehmen: Eine Tüte mit Zimtsternen, Lebkuchen, Oblaten, Teelicht, Tee, Clementine sowie einer Eintrittskarte für das Uslarer Badeland. Denn nach dem Erfolg im vergangenen Jahr wurde die Kooperation mit dem Badeland fortgesetzt.

Trotz der frühen Schließung des Bades sind rund 300 Eintrittskarten durch Spenden von Vereinen und Einzelpersonen finanziert worden. Die Plätzchen für die süßen Tüten wurden von der Rhumepark Entertainment KG gespendet.

Ein besonderer Dank der Initiatoren geht an alle Spender und Spenderinnen für die liebevoll verpackten Geschenke. Außerdem nennt Julia Grote die Mitarbeiter in den Ausgabe- und Annahmestellen sowie ehrenamtliche Helfer des Forums, der Evangelischen Jugend, der Johanniskirchen- und der evangelisch freikirchlichen Gemeinde Uslar, der Tafel sowie Einzelpersonen.

Diese hätten nicht nur bei der Ausgabe, sondern auch im Vorfeld unterstützt, zum Beispiel beim Wünsche einkugeln, Plakate aufhängen, Geschenke sortieren und Tüten füllen. (shx)

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