Backversuche der Darstellergruppe im Mittelalterhaus am Jagdschloss Nienover

Eintopf zum Saison-Ende

Mahlzeit: Bis das Essen auf den Tisch kam, hatten die Menschen im 13. Jahrhundert viel Arbeit. Es wurde deshalb besonders genossen. Foto: Porath

Nienover. Weniger Besucher als erwartet fanden sich zum Saison-Ende am Mittelalterhaus in Nienover ein. Dort ließ die Gruppe „Von alter Zeit“ das Mittelalter des 13. Jahrhunderts aufleben und startete ihre ersten Versuche, in dem Ofen des Hauses Brot zu backen.

Brot backen ohne einen Herd, der sich exakt auf 200 Grad einstellen lässt, ist gar nicht so einfach. Die ersten Versuche hätten mit einer schwarzen Kruste und nicht ganz durchgebackenem Teig geendet, verriet die Gruppe „Von alter Zeit“.

Die fünf Männer und eine Frau aus den verschiedensten Gegenden Deutschlands hatten sich zum Saisonende im Mittelalterhaus getroffen, um Interessierten einen originalen Einblick in das Alltagsleben des Hochmittelalters zu geben. Sie gehören zu einem Netzwerk von Leuten, die sich als Hobby mit vergangenen Zeiten beschäftigen und dafür viel investieren.

Von der handgewebten und -genähten Kutte bis zu den handgefertigten Lederschuhen entspricht ihre Kleidung genau der Zeit, die sie repräsentieren.

Zum Saisonende ging es in erster Linie ums Essen. Neben dem Brot widmete sich die Gruppe dem Eintopf, der in einem eisernen Topf über dem offenen Feuer mitten im Haus köchelte. Bis auf diese Weise das Essen gar ist, kann es fünf Stunden und länger dauern, erfuhren die Besucher. Bei der Gemüsezusammenstellung habe es an diesem Wochenende allerdings einen kleinen Fehler gegeben.

Pastinake und Zwiebeln gab es im 13. Jahrhundert zwar schon im Solling, die Mohrrübe, wie wir sie heute kennen, allerdings nicht. Weil die Zubereitung des Essens viel Zeit brauchte, nahm man sich anschließend auch Zeit, um die Mahlzeit ausführlich zu genießen. (zyp)

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