50-Jahr-Feier der italienischen Eisdiele in Uslar

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Jubiläumsgeschenk: Giovanni Zuliani (links) und Giorgio Cendron (rechts) überreichten für die Vereinigung Uniteis ein Bildgeschenk an Tomaso Lorenzon und Maria Sol Carignani.

Uslar. Die Eisdiele verwandelte sich am Samstagabend in eine Tanzbar: Denn nach dem offiziellen Teil beim Empfang zum 50-jährigen Bestehen lockte Schlagersänger Mauro die Menschen zum Hüftschwung und zur lockeren Bewegung auf die Fliesen.

Da hatte Tomaso Lorenzon schon einmal durchgeatmet: Der Inhaber der weithin bekannten Eisdiele, eine Institution in Uslar, die seit Jahren offiziell Eiscafé San Marco heißt, hatte seine Rede hinter sich gebracht. Am Applaus gemessen dürfte er gemerkt haben, dass seine Botschaften angekommen sind, so zum Beispiel, als er die Leistungsfähigkeit seiner Mitarbeiter hervorhob und sich bei ihnen bedankte.

Er sei bis heute froh darüber, sich für die Uslarer Eisdiele entschieden zu haben, sagte Lorenzon, als er an die Geschichte des Hauses erinnerte. Die beginnt mit Diego und Silvana Cercenà, die am 14. April 1962 die Eisdiele eröffneten. Sie mussten ihre Teilnahme am Jubiläum aus gesundheitlichen Gründen absagen.

Cercenàs führten den Betrieb bis 1992, Tomaso Lorenzon übernahm ihn von den Nachfolgern 1997 und investierte immer wieder wie beim grundlegenden Umbau 2001/2002. Und von Anfang an habe er auf Qualität gesetzt: Für das Eis werden nur reine Naturprodukte verwendet wie Milch, Eier und Zucker. Und Tomaso Lorenzon gestand vor den 150 Gästen der Jubiläumsfeier: „Es gefällt mir, hier zu leben und zu arbeiten.“

Für die Stadt gratulierte der stellvertretende Bürgermeister Volker Ruwisch und nannte die Eisdiele eine Institution, die zudem zur Völkerverständigung beitrage. Giorgio Cendron, Sekretär der Vereinigung der handwerklich arbeitenden italienischen Speise-eishersteller in Deutschland, lobte Tomaso Lorenzons Professionalität und freute sich über dessen Beliebtheit: Er sei ein Mann mit Innovation, Tradition und Qualität.

Mittlerweile habe Lorenzon zudem deutschlandweit einen guten Ruf – als Techniker für Eismaschinen. Und seine Lebensgefährtin Maria sei bekannt für ihre selbstgemachten Torten. Von der Berufsvereinigung überreichte Cendron eine Lithografie mit italienischen Eismachern aus vergangenen Zeiten.

Nach dem offiziellen Teil übernahm Schlagersänger Mauro Vernone aus Cloppenburg das Kommando über die Jubiläumsfeier, bei der trotz des Regenwetters vor allem die Stammkunden noch bis Mitternacht blieben. (fsd)

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