Wolfhagener informieren über Modell-Energiegenossenschaft

Info-Abend über Energie in Bürgerhand

Setzen auf Gemeinschaft: Für Iris Degenhardt-Meister (von links), Elke Masche und Hermann Wegener ist eine Bürger-Energiegenossenschaft der Einstieg in die persönliche Energiewende. Foto: Dumnitz
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Setzen auf Gemeinschaft: Für Iris Degenhardt-Meister (von links), Elke Masche und Hermann Wegener ist eine Bürger-Energiegenossenschaft der Einstieg in die persönliche Energiewende

Uslar. Eindeutig beantwortet wurde die Frage nicht, ob die Bürger-Energiegenossenschaft Wolfhagen ein Modell für mehr Bürgerbeteiligung bei der Energieversorgung in Uslar sein kann. 30 Zuhörer waren am Montag zum Vortrag ins alte Uslarer Rathaus gekommen.

Dort hatten Iris Degenhardt-Meister und Elke Masche aus Wolfhagen über die dortige Genossenschaft informiert.

Das Wolfhagen-Modell, das fast zwei Jahre von der politischen Entscheidung bis zur Betriebsaufnahme brauchte, habe sich aus der ProWind-Initiative entwickelt. Die Bürger-Energiegenossenschaft (BEG) Wolfhagen werde nach wie vor ehrenamtlich geleitet, weil für die Anstellung einer hauptamtlichen Kraft noch kein Geld da sei. Als Vorteil stellten die Frauen die offene Beteiligung und die demokratischen Strukturen heraus. „Wer will, kann mitmachen und mitverdienen“, hieß es.

1,72 Millionen Kapital

493 Stromkunden der Stadtwerke seien Mitglied der BEG und haben für bisher 1,72 Millionen Euro Geschäftsguthaben gesorgt. Die langfristige Bindung der Stromkunden in der Genossenschaft sei ein Vorteil für die Arbeit. Wenn etwa ein Windrad zur regenerativen Energieversorgung gebaut werde, seien landschaftliche Nachteile leichter zu ertragen, weil man wisse, dass es der Stadt und allen Einwohnern dadurch besser geht, warb Degenhardt-Meister für die Windrad-Akzeptanz. Für die Realisierung sei man aber auf Investoren angewiesen.

Als Gastgeber warb Hermann Wegener von der Uslarer Arbeitsgruppe Intelligente Energienutzung für ein Nachdenken über das Wolfhagen-Modell. Es gehe um mehr Bürgerbeteiligung zur zentralen Energieversorgung, die sich letztlich in der Haushaltskasse des Einzelnen positiv bemerkbar mache. Seit 14 Jahre setze sich die AG für Projekte im Uslarer Land ein und habe schon einiges vorzuweisen. (jdx)

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