Mindeststärke nicht mehr erreicht

Erste Feuerwehr fusioniert: Ahlbershausen geht zu Verliehausen 

Ahlbershausen / Verliehausen. Der demografische Wandel führt im Uslarer land zur ersten Feuerwehr-Fusion: Die Wehr aus dem kleinsten Uslarer Ortsteil Ahlbershausen erreicht nicht mehr die Mindeststärke und hat von sich aus den Zusammenschluss mit der Nachbar-Wehr Verliehausen vorgeschlagen.

Über diesen Schritt informierten am Montag Stadtbrandmeister Jörg Jacob und Bürgermeister Torsten Bauer. Die wichtigste Botschaft aus feuerschutztechnischer Sicht: Die Feuerwehr bleibt mit ihrem Fahrzeug in Ahlbershausen stationiert. Es ändert sich nur der Name: Sie heißt künftig Löschgruppe Ahlbershausen der Ortsfeuerwehr Verliehausen.

Für Stadtbrandmeister und Bürgermeister ist die Botschaft, dass die Feuerwehr im Dorf erhalten bleibe, wichtig. Zudem sei die zweite Botschaft von großer Bedeutung: Der Vorschlag kam vom Ahlbershäuser Kommando und wird in Absprache mit den Aktiven und dem Stadtbrandmeister befürwortet.

Die Feuerwehr in Ahlbershausen hatte in jüngster Vergangenheit immer mit der Mindeststärkenverordnung des Brandschutzgesetzes zu kämpfen. Sie schreibt vor, dass eine Feuerwehr mindestens 18 Aktive haben muss. In Uslars kleinsten Ortsteil mit 131 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2017) sind es aber nur noch 13 Aktive.

Alle Aktiven mit im Boot

Mit der Fusion wurde die beste Lösung gefunden, sagten Stadtbrandmeister und Bürgermeister, vor allem weil sich die Aktiven mit im Boot befinden. Und für die Führung der künftigen Löschgruppe Ahlbershausen haben sich der bisherige Ortsbrandmeister Bernd Melching und sein Stellvertreter Marcus Gerke als Gruppenführer und stellvertretender Gruppenführer bereit erklärt.

Uslars Feuerwehrchef hat die Verliehäuser Feuerwehr während der Jahreshauptversammlung über die Fusion informiert, die formell noch vom Stadtrat beschlossen werden muss und im Laufe des Jahres vollzogen werden soll. 

Jacob: Sonst sind es noch genug Aktive

Die Feuerwehr Ahlbershausen ist derzeit die Einzige im Uslarer Land, die aufgrund zu weniger Aktiver mit der Nachbarwehr Verliehausen fusioniert. Uslars Stadtbrandmeister Jörg Jacob berichtet, dass alle anderen Wehren die Mindeststärke von 18 erfüllen. 

Insgesamt gab es im Uslarer Land im vorigen Jahr in den 18 Ortsfeuerwehren 532 Aktive (474 Männer und 58 Frauen). Das bedeutet im Vergleich zum Jahr davor mit 545 Aktiven (483 Männer und 62 Frauen) einen Rückgang um 13, ist aber „alles in allem noch in Ordnung“, sagt Uslars Stadtbrandmeister. Es wäre nach seinen Worten aber schon besser, wenn in der Statistik wieder ein Plus hinter der Zahl der Aktiven auftauchen würde. 

Wenn die Ahlbershäuser Feuerwehr mit Verliehausen fusioniert, dann rücken übrigens zwei Ortsfeuerwehren zusammen, die sich nicht nur als Nachbarwehren schon länger kennen. So gehören beide Feuerwehrwehren zum Löschzug 2 Süd (Not-Dekon) der Uslarer Feuerwehren und haben zudem schon länger eine gemeinsame Wettkampfgruppe. (fsd)

Rubriklistenbild: © Archivfoto: Dumnitz

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