Runder Tisch setzt auf Willkommenskultur und will Flüchtlinge mit Paten unterstützen

Erste Hilfe in der Fremde

Runder Tisch: Auf Einladung von Pastor Mark Trebing (Bild vorn) kamen 21 Bodenfelder, um über Hilfen für Flüchtlinge zu beraten. Foto: Privat/nh

Bodenfelde. 37 Menschen, die in Deutschland auf Asyl hoffen, leben aktuell im Flecken Bodenfelde. Die meisten sind Familien mit Kleinkindern, die aus Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Religion, Nationalität oder Zugehörigkeit zu einer sozialen Gruppe aus ihren Herkunftsländern geflüchtet sind.

Um diesen Menschen beim Neuanfang in Bodenfelde zu helfen, hatte die evangelische Christus-Kirchengemeinde mit Unterstützung der politischen Gemeinde des Fleckens zur Bildung eines „Runden Tisches“ aufgerufen und 21 Bodenfelder kamen. „Mit ehrenamtlichem Engagement sollen über den Runden Tisch unsere Flüchtlinge hier in Bodenfelde unterstützt, in Alltagsfragen begleitet und durch den Aufbau von Kontakten im Ort integriert werden“, erklärt Bürgermeister Mirko von Pietrowski die Idee.

Wie Pastor Mark Trebing zeigte sich Bürgermeister von Pietrowski hocherfreut über die Resonanz beim ersten Treffen und die Bereitschaft der Menschen, den Flüchtlingen helfen zu wollen. Unter Moderation von Sandra Rossel vom Kirchenvorstand wurde beim ersten Treffen des Runden Tisches zunächst besprochen, welche ehrenamtlichen Hilfsmöglichkeiten es vor Ort gibt und worin die Herausforderungen bestehen.

Initiativen in der Region

Pastor Trebing und Melanie Schmidt vom Diakonischen Werk Leine-Solling berichteten über bereits bestehende Flüchtlingsinitiativen in der Region und Fördermöglichkeiten, wie das kostenlose Mittagessen für Kinder in Kindergärten und Schulen dank dem Modellprojekt „Jeder isst mit“.

Auch die Landeskirche bietet Unterstützung: Projekte können mit bis zu 10 000 Euro gefördert werden, wozu allerdings 15 Prozent Eigenmittel nötig sind. Eine verbesserte Mobilität, etwa zum Erreichen eines Facharztes, regelmäßige Treffen und Teilhabe im Ort, sowie Sprachangebote sollen mit lokaler Unterstützung geschaffen werden. Als vordringliches Ziel wurden „Patenschaften“ für Flüchtlinge genannt.

Mit persönlichen Begleitern für jeden Flüchtling oder jede Flüchtlingsfamilie soll praktische Hilfe und Beratung in Alltagsdingen auf freiwilliger Basis angeboten werden. Um Paten und Flüchtlinge zusammen zu führen, soll am Freitag, 17. April, ab 15.30 Uhr ein Kaffeenachmittag im Kindergarten Bodenfelde stattfinden, zu dem alle interessierten Einwohner der Gemeinde eingeladen sind.

Das nächste Treffen des Runden Tisches soll am Donnerstag, 23. April, ab 18 Uhr stattfinden. Dann wollen sich die lokalen Helfer intern organisieren und weitere Projekte besprechen. Weitere Freiwillige seien willkommen, heißt es. (shx) SIEHE RECHTS

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