Evangelische Kirche in Volpriehausen wird für 70.000 Euro saniert

Ungewöhnlicher Anblick: In der evangelischen Kirche in Volpriehausen wird renoviert, hier begutachtet von Pastorin Gisela Waßmuth-Kahle mit (von links) Reiner Dörnte, Hanne Dreier, Ruth Kimpel, Erika Zufall-Langer, Karin Dörnte und Anja Kohrs. Foto: Schneider

Volpriehausen. Wer wissen will, wie eine Baustelle in einer Kirche aussieht, der kann das am Freitag, 27. Februar, in Volpriehausen tun.

Dort lädt die evangelische St.-Georg-Kirchengemeinde zur Baustellen-Andacht ins im Jahr 1838 erbaute Gotteshaus ein. Beginn ist um 18 Uhr.

Tatsächlich bietet sich dem Besucher in der Volpriehäuser Kirche ein gänzlich ungewohntes Bild. Mitten in der Kirche steht ein Riesengerüst, das bis unter die Decke reicht. Die meisten Bänke sind ausgebaut. Der Fußboden ist mit Folie abgeklebt. Der Altar ebenfalls abgedeckt. An den Wänden ist an vielen Stellen der Putz abgeklopft und gibt den Blick auf Lehmwände frei.

An anderen Stellen sind Kabel freigelegt, die an bestimmten Stellen in der Wand verschwinden. Kurzum: Die schon länger geplante Innenrenovierung der Volpriehäuser Kirche – zuletzt wurde vor 50 Jahren innensaniert – ist im Gange. Die Wände werden gestrichen.

Unter anderem beschleunigte ein Wassereinbruch vom Dach an der Südseite das Verfahren, berichten Pastorin Gisela Waßmuth-Kahle, die Kirchenvorstandsvorsitzende Anja Kohrs und der Baubeauftragte der Gemeinde, Reiner Dörnte, mit den Kirchenvorsteherinnen aller Bollert-Gemeinden.

Bei der Vorbereitung der Malerarbeiten kam zutage, dass die Elektroinstallation komplett veraltet ist. „Teilweise bestand Brandgefahr“, sagt Reiner Dörnte über den Zustand. Daher fiel der Beschluss, auch auf diesem Sektor tätig zu werden. Die Gemeinde freut vor allem, mit der Firma Käding ein einheimisches Unternehmen gewonnen zu haben. Doch das ist noch nicht alles. Die alte Beleuchtung ließ zu wünschen übrig und wird ebenfalls erneuert – genauso wie die Lautsprecheranlage. Sie wird auf digital umgestellt.

Die Kosten hat die Kirchengemeinde mit 70 000 Euro veranschlagt. Den Großteil hat sie selbst zu finanzieren. Der Kirchenkreis gibt einen kleinen Zuschuss, sonst gibt es nichts, berichtet die Kirchenführung mit dem Hinweis, dass nur Außensanierungen bezuschusst werden.

Weil in Volpriehausen schon länger feststeht, das Gotteshaus innen zu sanieren, hat die Gemeinde seit drei Jahren Geld gesammelt. Außerdem gibt es ehrenamtlichen Einsatz wie den des Baubeauftragten Reiner Dörnte, der wiederum als Gierswalder Feuerwehrchef die Brandschützer aus seinem Dorf, Volpriehausen und Delliehausen motivierte, die großen Sitzbänke aus der Kirche auszubauen und rauszutragen. Die Bänke werden bei der Nachbarin Uta Nolte auf dem Hof zwischengelagert, freut sich die Kirche über die Nachbarschaftshilfe.

Hilfe vom Amt

Professionelle Unterstützung kommt vom Amt für Bau- und Kunstpflege mit Frank Wagner, der das Volpriehäuser Sanierungsprojekt betreut. Und zu dem hat Reiner Dörnte einen guten Draht.

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