Überprüfung an Anlegestelle

Prüfer: Die Wahmbecker Fähre soll sicherer werden

Die Weserfähre Wahmbeck liegt inzwischen winterfest am Wahmbecker Ufer. Sie setzt üblicherweise vom Frühjahr bis Herbst über den Fluss. Jetzt fand eine technische Überprüfung der Untersuchungskommission Magdeburg der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes statt.
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Liegt winterfest am Wahmbecker Ufer: Die Gierseilfähre des Fleckens Bodenfelde setzt üblicherweise vom Frühjahr bis Herbst über den Fluss. Jetzt fand eine technische Überprüfung der Untersuchungskommission Magdeburg der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes statt.

Wegen Niedrigwasser konnte das Fährschiff des Fleckens Bodenfelde für eine technische Überprüfung noch nicht bis nach Hann. Münden geschleppt werden.

Wahmbeck. Die Wahmbecker Weserfähre ist vor ort überprüft worden. Ein technischer Mitarbeiter nahm das Schiff jetzt an der Anlegestelle in Wahmbeck in Augenschein. Und der Experte hatte auch etwas zu beanstanden, sagte Bodenfeldes Bürgermeister Mirko von Pietrowski. So sollen die Seitenplanken des Fährschiffes für mehr Sicherheit der Passagiere mit einem feinmaschigen Netz versehen werden. Seit gut 80 Jahren sichern die Seitenbereiche Metallgitter, deren Abstand aber jetzt aus Sicht des Überprüfers zu groß ist. Es müsse etwas Engmaschiges wie etwa ein Maschendrahtzaun angebracht werden.

Außerdem sollen auch die beiden rot-weißen Metallschranken auf den Zu- und Abfahrtseiten der Fähre ähnlich einer Bahnschranke mit einem Sicherheitsgitter ausgestattet werden, sagte der Bürgermeister zu den Beanstandungen bei der technischen Durchsicht.

Ab der kommenden Fährsaison wird außerdem das Vorhalten eines mobilen Defibrillators vorgeschrieben. Da will der Flecken sehen, ob sich für die Anschaffung und die spätere Wartung und Unterhaltung ein Sponsor für ein solches Gerätes für die Erste Hilfe finden lässt.

Weil das Fährschiff noch im Wasser liegt, konnte der Unterboden nicht überprüft werden. Für diese Durchsicht und eventuelle Reparaturen hat die Gemeinde jetzt einen längeren Spielraum für die Überprüfung erhalten. Erledigt werden müsse die Durchsicht jedoch vor dem Saisonstart im Frühjahr 2021.

Je nachdem, wann die Weser wieder genug Wasser führt, müsse dann kurzfristig ein Schleppschiff die Gierseilfähre nach Han. Münden schleppen, damit die Unterbodenuntersuchung dort an der Hellinganlage vorgenommen werden kann. Bürgermeister von Pietrowski hofft auf ergiebigen Regen, damit sich die Weser wieder füllt und mehr Wasser unter der Fähre sei, die keinen besonderen Tiefgang hat. Zu den Kosten hieß es, dass die Sicherung der Seiten und auch der beiden Schranken von Mitarbeitern des Fleckens erledigt werden sollen.

Wie teuer die Behebung der technischen Mängel am Ende werde, steht bisher noch nicht fest.

Beliebtes Objekt: Die Weserfähre des Fleckens Bodenfelde bei Wahmbeck. Die hochgestellte Schranke der Fähre (Bildmitte) soll ein feinmaschiges Netz erhalten.

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