Kritische Lage vor Schule und Kindergarten: Feuerwehrleute konnten nicht zum Gerätehaus

Falschparker behinderten einen Einsatz

Lippoldsberg. Seit die freiwillige Feuerwehr Lippoldsberg vor zehn Monaten ihr neues Quartier in der ehemaligen Grundschule bezogen hat, gibt es Probleme mit falsch parkenden Autos am neuen Gerätehaus. Jetzt haben diese einen Einsatz behindert.

Fast täglich stellen Eltern, die ihre Kinder vom Kindergarten oder der benachbarten Grundschule abholen wollen, ihre Fahrzeuge in der Feuerwehrzufahrt, in der Buswendeschleife und auf den Parkplätzen der Feuerwehr ab. Schon mehrmals wurden die Autofahrer auf das absolute Halteverbot hingewiesen. Den Leuten sei dies aber offenbar egal, teilte Feuerwehr-Pressewartin Nicole Gans mit. Die häufigste Ausrede laute: „Es passiert jetzt eh nichts“.

Am Donnerstag um 12.50 Uhr passierte doch etwas: Die Feuerwehr wurde zu einem Einsatz gerufen und die Feuerwehrleute kamen durch Falschparker nicht auf das Gelände. Obwohl die Pkw-Fahrer teilweise im Auto saßen und warteten, wurden die Feuerwehrmitglieder ignoriert. Erst nach mehrmaligen Hupen und Hinweisen, dass es sich um einen Einsatz handele, fuhren die Wartenden ihre Autos zur Seite. „Das ist ein unakzeptabler Zustand“, heißt es von der Feuerwehr.

In diesem Fall gab es zum Glück keine Verletzten, die Hilfe der Feuerwehr war dennoch nötig und bei anderen Einsätzen gehe es manchmal auch um Menschenleben. „Die Zeit eines Einsatzes kann man sich nicht aussuchen. Bei Einsätzen zählt jede Minute und auch die Parksünder selber wollen, dass die Feuerwehr möglichst schnell bei ihnen ist, wenn sie einmal Hilfe benötigen“, so Nicole Gans.

Notfalls Bußgeld

Die Feuerwehr und auch die Gemeinde Wahlsburg appellieren an die Vernunft der Bürger, sich an das absolute Halteverbot zu halten und die Feuerwehrarbeit nicht zu behindern. Andernfalls müssten die Polizei eingeschaltet oder Bußgelder verhängt werden. (tty)

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