Familienwerk investiert 6,5 Millionen Euro in alle Standorte

Kinderdorf in Uslar: Bild vom Fest zum 50-jährigen Bestehen. Archivfoto: Dumnitz

Uslar/Hannover. Mit einem großen Applaus für den Vorsitzenden, einer großen Investitionsplanung, einem ebenso großen Aufgabenzettel und vielen neuen Mitstreitern endete die 55. Mitgliederversammlung des Albert-Schweitzer-Familienwerks in Hannover unter der Leitung des Kuratoriumsvorsitzenden Lutz Röding (Bleckede).

Das Familienwerk hat nach eigenen Angaben kreative und mutige Wege gefunden, dem heftigen Gegenwind aus vielen Himmelsrichtungen und den sich ständig ändernden Rahmenbedingungen zu begegnen: mit massiven Investitionen in die Infrastruktur an allen Standorten und vor allem in die Belegschaft.

Geschäftsführer Martin Kupper bewertete im Rückblick den kräftezehrenden Streit mit der Deutschen Rentenversicherung und schöpfte etwas Hoffnung auf ein gutes Ende. Sehr aufwändig gestalten sich der Umbau der Reha-Gruppen für psychisch kranke Menschen in den Landkreisen Northeim und Göttingen sowie die Hilfen für unbegleitete minderjährige Ausländer in den Kreisen Celle und Lüneburg.

Für die Zukunft gerüstet

Die Mitglieder teilten seine Einschätzung, dass der Verein mit den guten Angeboten, den richtigen Konzepten und einer idealen räumlichen Ausstattung perfekt gerüstet ist für die Zukunft. Als größte Risiken sieht Kupper den anhaltenden Mangel an Fachkräften und die zahllosen Gesetzesänderungen, über deren Auswirkungen alle sozialen Branchen nur spekulieren können.

Im Geschäftsjahr 2015 sind die Erträge des Familienwerks um 4,32 Prozent auf 37 Millionen Euro gestiegen. In seinem Ausblick freute sich der Geschäftsführer, dass der Verein in kontroversen aber stets fruchtbaren Dialogen die richtigen Antworten finde.

Stichworte sind die tariflichen Entwicklungen, Entgelte der Auftraggeber und massive Investitionen in die Infrastruktur an allen Standorten. Das Albert-Schweitzer-Kinderdorf Uslar hat die Komplettsanierung der 50 Jahre alten Häuser weitgehend abgeschlossen. Im Seniorenzentrum Uslar schreitet die Schaffung von Einzelzimmern und eines dritten Wohnbereichs voran, während in Holzminden ein kompletter Neubau einer Tagesklinik entstehen soll. Auch in Hermannsburg werden bald alle Bewohner in einem Einzelzimmer leben können, in Bleckede wird die Kapazität im stationären Bereich nahezu verdoppelt.

Etat für Fortbildungen

Ebenso wichtig sind die Investitionen in die niedersachsenweit 861 Beschäftigten. Die Fortbildungsetats steigen stetig, in einem aufwändigen Workshop nutzten die Mitarbeiter niedersachsenweit die Möglichkeit, auf ihren Arbeitsplatz gezielt Einfluss zu nehmen.

Die Belegschaft wird 2017 durch neun neue Vollstellen verstärkt. Den Einsatz aller Mitarbeiter belohnt das Familienwerk mit tariflichen Steigerungen. Geschäftsführer Kupper: „Das Familienwerk bleibt weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber.“ (fsd)

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