Schänke im Naherholungsgebiet brennt zweimal 

Dunieschänke bei Feuer erheblich beschädigt

Uslar. Die Dunieschänke im Uslarer Naherholungsgebiet Eichholz ist am Montagabend durch zwei Brände erheblich beschädigt worden. Die Ursache für die Brände in dem Lokal ist noch unbekannt.

Bei Harry (Everhardt) Leuschen liefen die Tränen. Der Betreiber der Dunieschänke im Eichholz war nicht zu trösten. Das Ausflugslokal war zu dem Zeitpunkt am Montagabend um 20.30 Uhr zum ersten Mal von einem Brand so gut wie zerstört worden.

Doch nicht genug: In der Nacht brannte das Holzhaus im Wald südlich der Stadt nochmals. Die Polizei spricht jetzt von Totalschaden. Leuschen ist seit über 25 Jahren Betreiber des Ausflugslokals und auch Inhaber. Er steht jetzt vor der Ruine seiner Dunieschänke und weiß nicht, wie es weitergehen soll. Für die nächsten Tage ist die Brandstelle noch gesperrt. Experten der Polizei untersuchen sie. Denn die Ursache für die beiden Brände stehen noch nicht fest.

Uslar: Zwei Feuer beschädigen Dunieschänke

Feuer beschädigen Dunieschänke © Schneider
Feuer beschädigen Dunieschänke © Schneider
Feuer beschädigen Dunieschänke © Schneider
Feuer beschädigen Dunieschänke © Schneider
Feuer beschädigen Dunieschänke © Schneider
Feuer beschädigen Dunieschänke © Schneider
Feuer beschädigen Dunieschänke © Schneider
Feuer beschädigen Dunieschänke © Schneider
Feuer beschädigen Dunieschänke © Schneider
Feuer beschädigen Dunieschänke © Schneider
Feuer beschädigen Dunieschänke © Schneider
Feuer beschädigen Dunieschänke © Schneider

"Danach muss ich die Ruine abreißen", sagt Leuschen. Und danach? "Keine Ahnung", sagt Leuschen mit viel Traurigkeit in der Stimme. Das Haus - jetzt nur noch ein Haufen verbranntes Holz - war eng mit seinem Namen und dem Eichholz verbunden, dem Naherholungsgebiet für die Kernstadt mit seinen bis zu 650 Jahre alten Riesen-Eichen.

Die Polizei, die in alle Richtungen ermittelt, spricht von einem Schaden von 75.000 Euro. Beim ersten Feuer ist nach ihren Angaben der linksseitige, größtenteils als Lagerraum dienende Gebäudeteil in Mitleidenschaft gezogen worden.

Gegen 1.40 Uhr brach erneut ein Feuer aus, diesmal im Hauptteil des Gebäudes, zu dem unter anderen Küche und Schankraum gehören. Die Ermittler hoffen auf Hinweise: Tel. 05571-926000.

Beim Eintreffen der Uslarer Feuerwehr, die um 20 Uhr alarmiert wurde, stand das Gebäude auf der Rückseite voll in Flammen, berichtete Stadtbrandmeister Jörg Jacob. Da keine Personen gefährdet waren, begann die Feuerwehr sofort mit dem Löschen. Um die Wasserversorgung sicherzustellen, legte die nachalarmierte Ortsfeuerwehr Schoningen eine Förderstrecke von der nahen Ahle.

Außerdem leuchtete die Feuerwehr den Waldweg zur Dunieschänke mit Hilfe der Lichtmasten von drei Fahrzeugen aus. Nach anderthalb Stunden waren die letzten Glutnester mit Hilfe der Wärmebildkamera gefunden und abgelöscht worden, berichtet der Stadtbrandmeister.

Deshalb rückte die Feuerwehr ab 22.15 Uhr ab und machte die Fahrzeuge wieder einsatzbereit. Dreieinhalb Stunden später lösten die Melder der Ortsfeuerwehr Uslar erneut aus.

Diesmal brannte die Gebäudevorderseite vollständig, so Jörg Jacob. Erneut kam die Feuerwehr Schoningen hinzu. Die Feuerwehr ging nun mit fünf statt drei C-Rohren vor. Jacob: "Ein Innenangriff war nicht mehr möglich." Dieser Einsatz endete um 4.30 Uhr. Für den Schutz der Feuerwehrleute war bei beiden Einsätzen wie üblich die SEG-Solling vom DRK vor Ort, die auch die Getränkeversorgung der Atemschutzträger sicherstellte. 

Von Frank Schneider

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