Firma aus Schoningen bekommt Cebit-Preis für Holz-App

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So funktioniert es: Manfred Ide (Mitte) mit Christopher Herbon und Nadine Weiberg arbeiten hier demonstrativ mit ihrer App zur Erfassung und Vermessung von Lagerholz. Für das Programm werden sie in Hannover auf der Cebit ausgezeichnet.

Schoningen. Die Erfolgsgeschichte der Firma FOVEA von Manfred Ide aus Schoningen hält an: Sie wird bei der weltbekannten Computermesse Cebit für ihre Holzvermessungs-App ausgezeichnet und ist eine der drei Preisträger des Cebit-Innovation Award, der am Montagabend in Hannover verliehen wird.

Welchen Platz FOVEA belegt, wird erst am Montag bekanntgegeben. Immerhin geht es um Preisgeld zwischen 50 000 Euro für den Ersten, 30.000 Euro für den Zweiten und 20.000 Euro für den Dritten. FOVEA holt damit einmal mehr einen Preis.

Der Förster und Informatiker Manfred Ide hat die Firma mit dem Softwareentwickler Christopher Herbon und der Interface-Designerin (Schnittstellendesign) Nadine Weiberg gegründet – alle drei sind Absolventen der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen. 2013 begannen sie mit der Entwicklung der Smartphone-App zum Holzvermessen und brachten sie zur Marktreife.

Mit dem Anwendungsprogramm von FOVEA können Förster und Beschäftigte in der Holzindustrie alle Stämme, die auf einem so genannten Holzpolter gestapelt sind, fotooptisch schnell und einfach mit dem Smartphone berechnen.

Im Detail: Die FOVEA-App erstellt aus mehreren Einzelfotos ein Panoramabild, aus dem die Nutzer alle erforderlichen Ergebnisse für die Holzvermessung ablesen können. Anstelle der bisher manuellen Messung bietet FOVEA ein gültiges, günstiges und schnelles Holzvermessungsverfahren, das das Verkaufsmaß bereits im Wald, am Anfang der Holzlieferkette, ermittelt, heißt es über die Vorteile der FOVEA-App.

Nur wenige Sekunden

Sie ermittle alle Messdaten in wenigen Sekunden. Dadurch komme es zu einer Zeitersparnis von bis zu 95 Prozent: „Was ohne die App eine Stunde dauert, ist mit ihr nach drei Minuten erledigt.“ Die Bedienung wird als Simpel beschrieben: Ein paar Fotos mit dem Smartphone, wenige Klicks zur Angabe der Holzsorte, eine Prüfung, ob alle Daten korrekt sind – und das Ergebnis liegt vor. Die konsequente Nutzerfreundlichkeit stelle den entscheidenden Innovationsschritt dar. Die FOVEA-Gründer sind überzeugt, bis 2018 einen Großteil des weltweiten Holzeinschlags vermessen zu können, heißt es.

FOVEA wurde unter anderem vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr als innovative Unternehmensgründung mit dem ersten Platz des Gründerpreises „DurchSTARTer“ ausgezeichnet und erhielt einen Preis der Osnabrücker innovate!Awards.

Die Preisträger auf der Cebit in Hannover bekommen neben dem Preisgeld eine Ausstellungsfläche auf dem Stand des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) über die gesamte Laufzeit der Cebit vom 16. bis 20. März in Halle 9, Stand D40, auf dem Messegelände Hannover.

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