Heimatverein besteht seit zehn Jahren und lädt zum Treckertreff mit Dreschfest ein

Vom Flegel zur Maschine

Großer Ernteeinsatz für das Dreschfest mit Treckertreffen: Bereits vor einigen Wochen wurde das Weizenfeld des Heimatvereins in Vernawahlshausen von fleißigen Helfern des Vereins (vorn Dieter Nolte) mit zwei alten Mähdreschern abgeerntet. Foto: Dumnitz

Vernawahlshausen. Was vor zehn Jahren als Ableger des Junggesellenvereins und der Interessengemeinschaft Dreschmaschine begann, ist längst zu einer festen Größe in Vernawahlshausen und der Region geworden. Der Heimatverein des Schwülmedorfes besteht seit zehn Jahren und lädt zum siebten Treckertreffen mit Dreschfest ein.

Gefeiert werden soll am Wochenende vom 18. bis 20. September auf dem Areal zwischen der Heimatscheune und der Schwülme unter dem Motto „ Vom Dreschflegel bis zum Mähdrescher“. Im Vorfeld haben Mitglieder des Vereins Mitte August bereits ein Weizenfeld abgeerntet.

Ein Teil des Weizens wurde mit zwei alten Mähdreschern geerntet, ein anderer Teil mit Hilfe des Selbstbinders hinter dem Trecker von Wilfried Klinge. Der gebündelte Weizen kam dann auf Leiternwagen und soll beim Treckertreffen mit der Dreschmaschine vor den Augen der Festbesucher ausgedroschen werden.

Derzeit steht der Erntewagen mit dem Weizen am Stroh in einer trockenen Scheune. An anderer Stelle haben bereits die Vorbereitungen für das Treckertreffen mit Dreschfest begonnen. So wurde das Areal auf der Wiese bereits abgesteckt. Und auch die Maschinen, die gezeigt werden sollen, sind auf Vordermann gebracht worden.

Der Vorsitzende Rainer Boison (Wiensen) lädt zusammen mit dem Vorbereitungsteam außerdem alle Besitzer von Treckern älteren Baujahrs sowie Liebhaber historischer Maschinen und alle interessierten Gäste zum Treckertreffen ein.

Etliche Maschinen sollen in Aktion vorgeführt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Geräte zur Bodenbearbeitung und für die Ernte. Die Experten des Heimatvereins wollen dazu die Arbeitsweise erklären und demonstrieren und zusätzlich auch Erläuterungen zu den Maschinen und Geräten geben.

Das Programm

Freitag,18. September:

ab 15 Uhr Anreise der Teilnehmer, 20 Uhr „Dieselabend“ in der Heimatscheune.

Samstag, 19. September:

ab 11 Uhr Ausfahrt der Teilnehmer, 13 Uhr Vorführungen landwirtschaftlicher Geräte, 14 Uhr Offizielle Eröffnung mit anschließender Eröffnung Kaffee- und Kuchenbuffet, 20 Uhr Scheunenparty mit der Rockgruppe „Tonefish“ aus Hofgeismar.

Sonntag, 20. September:

ab 10.30 Uhr Gottesdienst in der Heimatscheune, 12 Uhr Mittagessen aus der Gulaschkanone, 12.30 Uhr Ausfahrt der Teilnehmer,13 Uhr Vorführungen landwirtschaftlicher Geräte mit anschließendem Kaffee- und Kuchenbuffet und ab 18 Uhr Dämmerschoppen mit gemütlichem Ausklang. (jde)

HINTERGRUND

Altes erhalten und die Geselligkeit im Schwülmedorf pflegen. Das waren von Anfang an die Ziele der Interessengemeinschaft Dreschmaschine (IG) und der ehemaligen Junggesellen-Sparte Ackerbau ohne Viehzucht. Um ihre Arbeit auf eine breite Basis zu stellen, haben 62 Einwohner im November 2005 den Heimatverein Vernawahls-hausen gegründet.

Bei der Gründung hatte der Verein vier Sparten: Landtechnik, Dreschmaschine, Bau und Museum. Erste Aufgabe war die Fertigstellung der alten Dreschmaschine, die es auch heute noch gibt. Alles, was mit Geschichte und Tradition zu tun hat, soll bewahrt bleiben. Nach und nach wurden etliche alte Arbeitsgeräte und -maschinen gesammelt.

Und fest in den Veranstaltungskalender gehören seit vielen Jahren die regelmäßigen Arbeitseinsätze der Männer und Jugendlichen, die Klöntreffen der Frauensparte und die Treckertreffen auf der Wiese an der Schwülme.

Das alte Trafohäuschen an der Schwülmebrücke wurde auf den Verein übertragen. Nach der Renovierung wurde das Bauwerk mit Nistkästen für Vögel bestückt. Später wurde eine Schutzhütte an der Schwülme gebaut und ein Brunnen saniert. Außerdem kümmern sich die Mitglieder um die Ruhebänke, die Parkanlage und den Grillplatz. Seit einiger Zeit werden auch Felder von ihnen mit historischem Gerät bearbeitet.

Vorsitzender ist Rainer Boison, sein Stellvertreter Dieter Nolte. Aktuell hat der Heimatverein 240 Mitglieder. (jde)

Von Jürgen Dumnitz

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