Schlechtes Wetter Schuld

Freibad Volpriehausen beendet Saison mit Minusrekord

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Drehte sich nicht so oft wie sonst: Die Ausgangstür im Freibad Volpriehausen, die Roland Wagner hier zum Saisonauftakt frisch strich. Das Bad verzeichnete 2017 einen Minusrekord. Foto: nh

Volpriehausen. Das Freibad Volpriehausen hat am Donnerstag die Pforten geschlossen: Die Badesaison 2017 ist beendet und schließt mit einem Minusrekord bei der Besucherzahl. Das verkündete Gerd Kimpel im Namen der Betreiber aus der Bürgerinitiative Bollert-Dörfer.

Doch im achten Jahr unter der Regie der Bürgerinitiative zieht Kimpel eine weniger erfreuliche Bilanz: Es kamen nur 4755 Besucher in dieser Saison, das sind 35 Prozent weniger als in der Saison 2016.

Kaum Badewetter

Der Grund dafür ist schnell auszumachen: das schlechte Sommerwetter. „Es gab ja kaum Badewetter“, sagt Gerd Kimpel: Der Juni war vielversprechend, der Juli verregnet, der August auch, bis auf die letzten Tage. Anderen Freibädern ging es ähnlich, berichtet Kimpel. Ausnahmen waren Tage wie Dienstag: Bei dem schönen Wetter kamen 150 Gäste. Man könne es keinem übel nehmen, bei anderem Wetter nicht ins Freibad zu gehen. Es herrschte halt kein Wetter für die Liegewiese.

Für die Badbetreiber um Gerd Kimpel, gleichzeitig auch Ortsbürgermeister in Volpriehausen, belastet die schlechte Saison die Zukunftsplanungen. Es werde schwer für die Bürgerinitiative, ohne weitere finanzielle Unterstützung auszukommen, wenn noch so eine schlechte Saison folge.

Normal: 10 000 Besucher

Der normale Wert, was die Besucherzahlen angeht, liegt in Volpriehausen bei 10 000 Badegästen pro Jahr. Dann komme man mit den Einnahmen und der finanziellen Unterstützung der Stadt Uslar hin. Bisher betrug der Jahreszuschuss aus Uslar 32 000 Euro. Notfalls müsse der städtische Zuschuss erhöht werden, sagte Kimpel.

Die Kosten pro Saison bezifferte er zwischen 55 000 und 60 000 Euro. Darin enthalten sind Instandhaltung. Kleininvestitionen, Schwimmmeister und Badeaufsichten.

Dieses Jahr wurde ein Bodensauger angeschafft fürs Becken in Höhe von 15 000 Euro, um die Hygienebedingungen zu erfüllen. Von der Jugendstiftung des Landkreises Northeim kam dafür ein Zuschuss von 5000 Euro. Insgesamt sei der Badbetrieb ohne Unterstützung von Sponsoren nicht mehr machbar, berichtet Kimpel.

Mit Blick auf das nächste Jahr und die bevorstehende Baustelle durch den Neubau der Bundesstraße 241 unmittelbar neben dem Freibad ist Gerd Kimpel informiert worden, dass mit dem Baubeginn vor Ort frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2018 zu rechnen ist. Kimpel: „Wir gehen davon aus, dass die Badesaison 2018 noch ziemlich normal über die Bühne geht.“

15-köpfige Helferschar

Für den Badebetrieb zeichnete einmal mehr eine 15-köpfige Gruppe ehrenamtlicher Helfer verantwortlich. Gerd Kimpel nannte beispielhaft Roland Wagner, der sich um die Pflege der Anlage und die Kasse kümmerte, ferner Monika Braconier in der Cafeteria und Badeaufsicht Kathrin Todorov für ihr Engagement bei der Betreuung von Familien und allgemein für die Animation der Badegäste. (fsd)

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