Neue Flutmuldenbrücke am Weser-Radweg zwischen den Ländern offiziell freigegeben

Freie Fahrt über die Grenze

Offizielle Freigabe: Theo Wegener (von links), Mirko von Pietrowski, Jörg-Otto Quentin und Vertreter der Baufirma, des Planungsbüros und der Straßenbaubehörde Hessen Mobil auf der neuen Flutmuldenbrücke. Vorn Bernd Dippel mit seinem Fahrrad. Foto: Dumnitz

Bodenfelde/Lippoldsberg. Passend zur offiziellen Freigabe der neuen Flutmuldenbrücke am Donnerstag zwischen Lippoldsberg und Bodenfelde hat der touristische Dachverband Weserbergland Tourismus (Hameln) einen neuen kostenfreien Tourenplaner herausgegeben. Den hat Theo Wegener vom Tourismus-Zentrum der Solling-Vogler-Region (SVR) druckfrisch an alle Teilnehmer des obligatorischen Bändchenzerschneidens verteilt.

Der Plan gilt für den gesamten Weser-Radweg von der Quelle bis zur Mündung in die Nordsee. Das 98-seitige Werk enthält neben viel Service auch individuelle Vorschläge für Touren in der Saison 2016.

Kartenausschnitte

Mit Kartenausschnitten inklusive Wegeverlauf versehen, Streckenbeschreibungen, der Benennung von Übernachtungs- und Gastronomiebetrieben entlang der Strecke sowie Tipps für die Reiseplanung enthält der Tourenplaner alle Infos, die für eine Radreise entlang des 500 Kilometer langen Weges nötig sind. Als Kooperationsprodukt aller touristischen Regionalverbände entlang der Weser wurde das kostenfreie Serviceheft vom Weserbergland Tourismus gemeinsam mit der Mittelweser-Touristik GmbH sowie der Nordsee-Elbe-Weser erstellt. Gedruckt worden sind 50 000 Exemplare. Zu bekommen ist das Serviceheft beim Dachverband sowie den lokalen Tourismus-Büros.

Wahlsburgs Bürgermeister Jörg-Otto Quentin hatte am Donnerstag nicht nur seinen Bürgermeister-Kollegen Mirko von Pietrowski aus Bodenfelde eingeladen, sondern auch Planer, Vertreter der Baufirma und der Straßenbaubehörde Hessen Mobil, des Landkreises Kassel sowie Lokalpolitiker und Bernd Dippel vom Landesvorstand des ADFC Hessen.

Dippel habe sich maßgeblich mit um die Realisierung des Brückenbauprojektes an der hessisch-niedersächsischen Landesgrenze bemüht, lobte Quentin. Nach seinen Recherchen wurde die alte und mittlerweile abgerissene Brücke um 1932 gebaut. Diese wurde nach fünfmonatiger Bauzeit durch die neue Brücke ersetzt, die komplett 280 000 Euro gekostet hat. 41 Prozent davon zahlt der Landkreis Northeim. Die anderen 49 Prozent zahlt die Gemeinde Wahlsburg, die wiederum 75 Prozent Zuschuss vom Land Hessen erhält und 10 000 Euro vom Landkreis Kassel.

Rund 200 000 Radfahrer

Die Brücke stellt eine Verbindung zwischen Lippoldsberg und Bodenfelde dar, sagte Quentin, und sei zugleich ein wichtiger Faktor für den Tourismus an der Oberweser. Man rechne dieses Jahr mit rund 200 000 Radfahrern zwischen Oedelsheim und Nienburg, hieße es von Wegener. Von Pietrowski lobte die Firma ProFagus, die die Anlage eines Notweges um die Baustelle erlaubt hatte.

SVR-Geschäftsführer Theo Wegener bezeichnete den Weserradweg als touristische Lebensader, der Weg sei einer der beliebtesten und meist befahrenen Radwege in Deutschland. Im nächsten Jahr werde daher die Zertifizierung des Weser-Radweges als Qualitätsroute durch den ADFC angestrebt, um so noch mehr Radfahrer ins Weserbergland zu locken. (jde)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.