Die Uslarer Tafel zeigte Mitgliedern und Förderern den Laden im ehemaligen Krankenhaus

Freude über neues Domizil

Dank für die Unterstützung: Während eines Empfangs stellte Tafel-Vorsitzende Waltraud Meyer (vierte von links) Mitgliedern und Spendern die neuen Räume der Uslarer Tafel im Küchenbereich des ehemaligen Krankenhauses vor. Das Obstregal im Hintergrund stammt aus einem ehemaligen Dorfladen. Foto: Schmidt-Hagemeyer

Uslar. Im vergangenen Jahr sah es noch schlecht aus für die Uslarer Tafel. Für fünf Monate musste sogar der Betrieb eingestellt werden. Doch ein neuer Vereinsvorstand schaffte die Kehrtwende und im Untergeschoss des ehemaligen Uslarer Krankenhauses einen neuen Standort für den Tafelladen. Der Bedarf ist da: Im Dezember 2013 versorgte die Uslarer Tafel 173 Erwachsene und Kinder mit Lebensmitteln. Im Dezember 2014 sind es 346 Personen, darunter 122 Kinder.

Diese Zahlen stellte Tafel-Vorsitzende Waltraud Meyer vergangene Woche Spendern und Förderern des Vereins bei einem kleinen Empfang am neuen Standort vor. Seit Ende Oktober bekommen Menschen, die Unterstützung brauchen, hier Lebensmittel. Die beiden Räume mit Obstregal und Kühltheke, die in der ehemaligen Krankenhausküche hergerichtet wurden, wirken wie ein ganz normaler kleiner Laden. Für die Uslarer Tafel bieten die Räume optimale Bedingungen, da man sogar einen vorhandenen Kühl- und Tiefkühlraum nutzen kann.

Mitten in der Stadt

Die Lage sei zentral, der Eingang jedoch nicht einsehbar, was eine gewisse Anonymität für die Tafelkunden biete, sagte Waltraud Meyer. Insgesamt 14 000 Euro hat der Verein in Instandhaltung und Ausstattung des Ladens investiert, trotz etlicher Stunden Eigenleistung und einer zum Teil geschenkten Ladeneinrichtung. Doch die Investition habe sich gelohnt, sagte Meyer, „weil für unsere Kunden und unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter eine angenehme Umgebung geschaffen wurde“.

Nicht erfüllt hat sich bislang der Wunsch des Tafel-Vorstandes durch einen größeren Kreis an Mitgliedern verlässliche Einnahmen zu haben. 100 Mitglieder, die monatlich mindestens fünf Euro Beitrag zahlen sollen, hatte man sich zum Ziel gesetzt.

Tatsächlich hat der Verein bislang aber nur 35 zahlende Mitglieder. Allerdings gibt es etliche Unterstützer und Spender. Ausdrücklich nannte Waltraud Meyer unter anderem die Hilfe des Uslarer Lions-Clubs bei der Anschaffung des Kühlfahrzeugs und das Engagement von Hotelier Dirk Schwarz (Volpriehausen), der auf dem wöchentlichen Landmarkt in Uslar Suppe für die Tafel verkauft.

Viel Arbeit für die Helfer

Um den Tafel-Betrieb kümmern sich aktuell 25 ehrenamtliche Helfer. Laut Waltraud Meyer haben sie einiges zu tun: Montags bis freitags werden 17 Geschäfte in Uslar, Bodenfelde, Adelebsen, Dransfeld und Hardegsen angefahren, um Lebensmittel abzuholen. Zurück im Laden muss entladen, sortiert und in die Verkaufsregale geräumt werden.

Dienstags und freitags werden zwischen 13 und 15 Uhr Waren ausgegeben. Jeder Kunde werde einzeln hereingebeten, bekomme einen Einkaufswagen und werde von Tafelmitarbeitern bedient, berichtete Waltraud Meyer den Gästen des Empfangs.

Zu diesen zählte auch Uslars Bürgermeister Torsten Bauer, der im Namen der Stadt allen Helfern, die sich für die Tafel einsetzen, dankte. Außerdem überreichte auch Uslars Ortsbürgermeister Arno Riedke ein Geschenk im Briefumschlag. (shx)

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