Alkohol- und Tabak-Testkäufe in Uslar, Bodenfelde und Hardegsen an 13 Stellen

Fünfmal patzt das Personal

Uslar. Bei der ersten Aktion von Polizei und Landkreis Northeim in diesem Jahr haben jugendliche Testkäufer im Gebiet von Uslar, Bodenfelde und Hardegsen in fünf von 13 Verkaufsstellen Alkohol und Tabakwaren bekommen, obwohl sie zu jung waren.

Die jugendlichen Testkäufer, zwei männliche und eine weibliche, die mit Thomas Sindram, Beauftragter für Jugendsachen der Polizeiinspektion Northeim/Osterode, und Vanessa Henkelmann vom Fachbereich Sicherheit und Ordnung des Landkreises, das Verkaufspersonal auf die Probe stellten, erhielten in einer Tankstelle, drei Supermärkten und einem Getränkemarkt branntweinhaltigen Alkohol, teilweise in Kombination mit Tabakwaren.

Alter falsch berechnet

Der Landkreis berichtet, dass sich bei den Testkäufen, die insgesamt zum 14. Mal stattfanden, herausstellte, dass dem Verkaufspersonal das Jugendschutzgesetz bekannt gewesen sei. Es ließ sich auch die Personalausweise zeigen, errechnete in einigen Fällen aber das Alter falsch. Zum Hintergrund: Spirituosen und Tabakwaren gibt es laut Jugendschutzgesetz nur für Personen ab 18 Jahren; Bier, Wein und Sekt ab 16.

Wie man die Alterskontrolle erleichtert, stellte Vanessa Henkelmann dem Personal nach jedem Verkauf vor: Sie empfahl die Altersdrehscheibe, mit der auf einen Blick die Altersgrenzen festzustellen sind. Die Drehscheibe kann auf Nachfrage beim Landkreis unter Telefon 05551/ 708 232 erworben werden.

Beratungsgespräche

Außerdem fanden Beratungsgespräche mit dem Kassenpersonal und der Filialleitung statt - mit Lob, wenn alles beachtet wurde, und mit Aufzählen der Konsequenzen für alle Beteiligten, wenn die Altersgrenze nicht beachtet wurde. Zudem wurde Informationsmaterial verteilt wie die „Sorry-Card“, die bei Bedarf vom Kassenpersonal an uneinsichtige und beratungsresistente Kunden ausgehändigt werden kann, um sich Diskussionen zu ersparen. Außerdem wurden vom Lukas-Werk Jugendschutzplakate verteilt.

Gegen das Verkaufspersonal, das beim Testkauf Alkohol oder Tabakwaren an Jugendliche verkauft hat, wird ein Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Die Betroffenen müssen mit einem Bußgeld zwischen 150 und 200 Euro rechnen. Die Testkäufe sollen fortgeführt werden, hieß es. (fsd)

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