Bürgermeister Jörg-Otto Quentin hofft auf eine günstige Prognose zur Weiterführung

Gemeinde: Klinik stützen

Jörg-Otto Quentin

Lippoldsberg. In der Gemeinde Wahlsburg ist die Erwartung groß, dass es mit dem Klinik- und Rehabilitationszentrum Lippoldsberg weitergeht. „Wir hoffen, dass alle Möglichkeiten im Insolvenzverfahren genutzt werden, um diesen Standort zu sichern“, sagt Bürgermeister Jörg-Otto Quentin. Das endgültige Aus für die Einrichtung „wäre eine Katastrophe für die Gemeinde.“

Die Wesergemeinde sei selbstverständlich bereit, die Einrichtung weiter zu unterstützen, „sofern es eine günstige Fortführungsprognose gibt.“ Der Bürgermeister erinnert daran, dass noch rund eine Million Euro auf einem Konto der Gemeinde liegen, mit der in das Klinik- und Rehazentrum investiert werden soll.

Mit dem vor zwei Jahren beantragten und zwischenzeitlich vom Land Hessen bewilligten Geld soll unter anderem ein Computer-Tomograph finanziert werden. Des Weiteren sollen die Wasserversorgung erneuert und das Straßen- und Wegesystem auf dem weiträumigen Gelände repariert werden. Die Gemeinde hatte seinerzeit das Geld für die Klinik beantragt und gilt als Bürge.

Aufgrund der wirtschaftliche Schwierigkeiten der Vergangenheit ist allerdings noch kein Euro angefasst worden. Nun allerdings beginnt die Frist zu laufen: Denn laut Vereinbarung mit dem Land Hessen muss das Geld innerhalb von drei Jahren ausgegeben sein, ansonsten fällt die Million ans Land zurück.

„Sicher muss das alles auch noch mal im Parlament beraten werden“, sagt Jörg-Otto Quentin. Der Bürgermeister erhofft sich mehr Klarheit durch ein Gespräch mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter Dr. Franz-Ludwig Danko. Das soll in der kommenden Woche stattfinden.

„Tollste Spekulationen“

Bedeckt hält sich unterdessen Wilfried Gründel, Geschäftsführer der Klinik, wenn er nach den Ursachen der wirtschaftlichen Probleme der Klinik gefragt wird. Er wolle sich am Ende des jetzt eingeleiteten Prozesses der vorläufigen Insolvenz erklären, sagte Gründel auf Nachfrage unserer Zeitung.

„Solange muss ich meine Arbeit machen, damit es hier weitergeht“, hieß es. An den „tollsten Spekulationen“, die derzeit betrieben würden, werde er sich nicht beteiligen, sagte Gründel. Archivfoto: nh

Von Gerd Henke

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