Genossenschaft: Das Badeland ist keine Selbstverständlichkeit

+
Engagieren sich: Vorstand und Aufsichtsrat fürs Badeland mit (v. l.) Andreas Bleul, Volker Fuchs, Martin Adolph, Torsten Bauer, Eberhard Otto, Jens Liedtke, Dirk Landskron, Justus Pahlow, Christina Johanning, Peter Ellies.

Uslar. Das Fazit nach zweieinhalb Jahren Badeland-Betrieb fällt positiv aus. Doch die Betreiber des Uslarer Hallennbades warnen ausdrücklich davor, das Bad als Selbstverständlichkeit zu sehen. So lässt sich die Generalversammlung der Bürgergenossenschaft Uslarer Badeland zusammenfassen.

Volker Fuchs, Vorstandsvorsitzender der 2012 gegründeten Genossenschaft, zeigte auf, dass alles nur durch die Unterstützung vieler möglich ist. Das größte Bürgerprojekt im Uslarer Land wird von der Stadt Uslar mit jährlich bis zu 170.000 Euro unterstützt. Das ist die Grundlage. Hinzu kommen Paten und Spender als zweites Standbein, die fast ausnahmslos ihre Zusagen eingehalten haben.

Das Geld der Stadt und der Spender sichere die laufenden Kosten, berichtete Steuerberater Jens Liedtke, der ehrenamtlich die Finanzen verwaltet. Überschüsse für Investitionen und Instandsetzungen können nicht erwirtschaftet werden. Eine weitere Stütze sind die ehrenamtlichen Helfer. Vorstand und Aufsichtsrat lobten den Einsatz – genauso wie den der hauptamtlich Beschäftigten.

Peter Ellies, stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Technik-Experte, wies darauf hin, dass verschiedene Arbeiten im Technik-Bereich erforderlich sind, die die Genossenschaft vor Herausforderungen stelle, da eine Finanzierung bisher nicht gesichert ist. Neben dem Umbau der Chloranlage stehe die Erneuerung der Lüftung an. Die Investition von 150.000 Euro könnte sich durch Energieeinsparungen innerhalb weniger Jahre bezahlt machen, dennoch müsse sie zunächst finanziert werden.

Zuletzt 47.000 Besucher

Mit den Besucherzahlen ist die Genossenschaft zufrieden, obwohl noch Platz für Gäste vorhanden ist. Im ersten vollen Betriebsjahr kamen 48 181 Besucher, im Vorjahr 47 190. Kalkuliert waren 35.000 Besucher. Problematischer sind die Energiekosten, die eine unerwartete Größenordnung erreicht haben. Alle bisherigen Anstrengungen, sie zu reduzieren, haben nicht zu Kosteneinsparungen, sondern allenfalls zum Auffangen der Kostensteigerungen geführt.

Aktuell hat die Genossenschaft 717 Mitglieder, die 1051 Anteile im Wert von je 50 Euro gezeichnet haben. Beitritte zur Genossenschaft sind jederzeit möglich.

Jeder Beitritt verdeutliche das Interesse der Region am Erhalt des Badelandes und stärke den ehrenamtlich Tätigen den Rücken, machte Vorstandschef Fuchs deutlich. Bei der Zeichnung des Geschäftsanteiles handelt es sich um eine einmalige Einlage ohne weitere Verpflichtungen. (fsd)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.