60 Einwohner kamen zum Neujahrsempfang – Ortsbürgermeister plant Rückzug

Es gibt wieder mehr Vahler

Gut besucht: 60 Vahler kamen zum Neujahrsempfang ins Dorfgemeinschaftshaus. Ortsbürgermeister Klaus Horstmann freute sich über die Entwicklung der Einwohnerzahl. Foto: Schmidt-Hagemeyer

Vahle. Es geht aufwärts: Die hinter Ahlbershausen und Kammerborn drittkleinste Uslarer Ortschaft Vahle hat im Jahr 2015 entgegen dem Trend früherer Jahre keine Einwohner verloren, sondern elf dazu gewonnen. Damit gibt es aktuell 248 Vahler. „Das ist sehr erfreulich“, sagte Ortsbürgermeister Klaus Horstmann beim Neujahrsempfang.

Angesichts anstehender Geburten hofft der Ortsbürgermeister auf einen weiterhin positiven Trend. „Vielleicht schaffen wir nächstes Jahr die Zahl 250“.

Mit rund 60 Besuchern im Dorfgemeinschaftshaus war fast jeder vierte Vahler zum Neujahrsempfang, bei dem es dank etlicher Helfer ein volles Büffet gab, gekommen. Neben drei Suppen und Häppchen lockten selbstgebackene Kuchen. Vor dem Essen schaute Ortsbürgermeister Horstmann noch einmal auf das Jahr 2015 zurück. Dank Rücklagen standen dem Ortsrat Vahle 5300 Euro zur Verfügung. 2500 Euro sind nach Ausgaben unter anderem für Wege (2000 Euro), Obstbäume (150), den Spielplatzzaun (300) sowie Spenden an Vereine (120) noch übrig.

So hat der Ortsrat für 2016 ein Budget von 6100 Euro. Auf der Prioritätenliste stehe die Ausbesserung von Straßenschäden ganz oben, sagte Horstmann. Für den rund 3000 Euro teuren Anstrich des Dorfgemeinschaftshauses habe die Stadt 1000 Euro Zuschuss zugesagt. Möglichst in Eigenleistung soll die Umfassung des Grünmüllbehälters am Friedhof erneuert werden.

Dank anpackender Einwohner ist in der Vergangenheit viel geschehen. So wurden zum Beispiel im Sommer die Fenster des Dorfgemeinschaftshauses und die Tore am Friedhof gestrichen. Mehrere Frauen kümmern sich regelmäßig um die Pflege der öffentlichen Rabatten. Der Ortsbürgermeister dankte allen Helfern und wünschte, dass sich künftig auch mehr jüngere Dorfbewohner beteiligen.

Neue Ideen gesucht

Dabei sucht Horstmann auch Ersatz für sein eigenes Amt als Ortsbürgermeister. Er werde im September 70 Jahre alt und habe sich entschlossen, nicht wieder für den Ortsrat zu kandidieren. Neue Ideen seien gefragt, sagte Horstmann. „Ich denke, dass sich ein Kandidat finden wird.“

Im Namen der Stadtverwaltung und des Rates überbrachte Bürgermeister Torsten Bauer Grüße und betonte die Bedeutung der kleineren Ortschaften. Damit spielte Bauer auf geplante Änderungen im Landesraumordnungsplan an, die eine Beschränkung der Entwicklung von Wohn- und Gewerbeflächen sowie der Infrastruktur auf zentrale Orte vorsehen.

„Der Stadt ist jede Ortschaft wichtig. Wir werden für den Erhalt jeder Ortschaft kämpfen“, sagte der Uslarer Bürgermeister. (shx)

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