Gierswalder Spritzenhaus

Förderverein stellt Sanierungspläne für Gierswalder Spritzenhaus vor

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Drinnen ist noch viel zu tun: Besichtigung des Spritzenhauses, links Vorsitzender Fritz-Ulrich Siebrecht.

Das alte Spritzenhaus in Gierswald sieht von außen schon richtig gut renoviert aus. Drinnen allerdings ist noch viel zu tun. Bei einer Infoveranstaltung in vollen Räumen erklärte der Förderverein Gierswalder Spritzenhaus, was er in den nächsten Jahren plant.

Es ist nur ein kleiner Förderverein mit 28 Mitgliedern, darunter fünf bis sechs handwerklich versierte Aktive, der sich seit Jahren darum kümmert, das alte Spritzenhaus für einen neuen Zweck wieder herzurichten. 

„Ich bin schuld“, sagte Manfred Grützner, ehemaliger Ortsbürgermeister von Gierswalde, der die Initiative einst ins Rollen brachte. 

Geht es nach ihm und seinen Mitstreitern, wird aus dem Spritzenhaus eine Heimatstube mit Museumscharakter, die auch ein Dorftreffpunkt sein soll.

Förderverein stellt Sanierungspläne vor

Bei Suppen, heißen Getränken und Würstchen informierte Vorsitzender Fritz-Ulrich Siebrecht die Gäste in einem Vortrag über die Herausforderungen, die man bereits hinter sich gelassen hat und diejenigen, die noch vor dem Verein liegen. 

So war den Verantwortlichen erst bei der Sanierung des Spritzenhaus-Turms aufgefallen, dass der nur noch auf sehr unsicheren Beinen stand. Neue Stützen mussten eingezogen werden, damit er nicht mehr umzufallen droht.

Auch die offizielle Genehmigung der Umnutzung kam erst im September. Der Grund: Der Nachbar, an dessen Gartengrundstück das Spritzenhaus liegt, war damit nicht einverstanden. 

Seine Zustimmung war nötig, weil das Haus weniger als drei Meter Abstand von der Grenze hat. 

Die Lösung: Im Innenraum des Gebäudes wird im Abstand von 60 Zentimetern von der Außenwand eine neue Wand hochgezogen.

Sanierungspläne für Spritzenhaus in Gierswald

Dennoch bleibt genug Platz für ein Archiv mit 13 Quadratmetern, zwei Museumsräume mit 17 und elf Quadratmetern sowie einen Eingangsraum mit Toilette, Ofen und kleiner Küche. 

Damit die Räume genug Licht bekommen, ist eine Glasfront mit Türen geplant, die sich hinter Holzläden versteckt, wenn das Spritzenhaus nicht geöffnet ist. 

So bleibe die Außenansicht voll erhalten, erklärt Herbert Weber. Vorher muss noch der Fußboden aufgebaut und die Decke gedämmt werden. 

Die weiteren Pläne für das Spritzenhaus

Seit Beginn der Arbeiten am alten Spritzenhaus Gierswalde im Jahr 2016 hat der Verein rund 9600 Euro investiert und 800 ehrenamtliche Arbeitsstunden geleistet. Angesichts der anstehenden weiteren Arbeiten erscheint das wenig. 

Das Investitionsvolumen für 2020/2021, rechnete Uli Siebrecht vor, betrage rund 17.000 Euro und rund 825 ehrenamtliche Arbeitsstunden. 

Dafür sollen unter anderem die Fensterfront samt Falt-Fensterläden entstehen, die Ostgiebel-Fachwerkwand mit Fundament, die für die Genehmigung erforderliche Innenraum-Rückwand und der Fußboden. 

Die geplanten Um- und Ausbauschritte für die Jahre 2022 bis 2024 umfassen Flur und WC, Eingangstür und Wettervordach, die Elektroinstallation, die Innenraumdecke, Gebäudeheizung, Küchenzeile und nicht zuletzt das Archiv- und Museumsmobiliar. 

Förderverein will Spritzenhaus sanieren

Die Kosten dafür belaufen sich auf 19.000 Euro plus 1075 ehrenamtliche Arbeitsstunden. 

Am Ende, summierte Siebrecht auf, werden 45.000 bis 50.000 Euro in das Projekt geflossen sein, inklusive rund 2400 ehrenamtliche Arbeitsstunden. 

Sein Fazit: Der Verein brauche zusätzliche Mitglieder mit handwerklichen Fähigkeiten und Engagement, die die bisher nur fünf bis sechs handwerklich aktiven Männer entlasten. 

In der Zwischenzeit sollen auf jeden Fall schon Ausstellungsstücke gesammelt und auch registriert werden. zyp

In der Vergangenheit hat sich der Förderverein bereits dem Schlauchturm des Gierswalder Spritzenhauses angenommen. Der bekam ein neues Dach und eine neue Außenverkleidung

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