Gierswalde: Weiter Warten auf Ufersanierung am Rehbach

Gierswalde. Die Ufersanierung am Rehbach in Gierswalde lässt auf sich warten. Viel länger als geplant. Wie Ortsbürgermeister Bernhard Ruwisch während der Sitzung des Ortsrates am Dienstagabend berichtete, liege die Verzögerung am Landkreis Northeim.

Man warte weiterhin auf eine Genehmigung vom Kreis für die so genannte Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP).

Ortsbürgermeister Ruwisch zuckte am Dienstag im Dorfgemeinschaftshaus vor den zehn Zuhörern und seinen Ortsratskollegen mit den Schultern: Er wisse nicht mehr weiter. Denn eigentlich sollte die mit insgesamt 300 000 Euro kalkulierte Sanierung des Rehbach-Ufers in diesem Monat fertig sein. Fakt ist aber, dass noch nicht viel passiert ist.

Ruwisch machte deutlich, dass für die Ufersanierung keine Chance bestehe, wenn sich der Landkreis nicht rege. Seine Ortsratskollegen stimmten ihm denn auch zu, dass das Projekt zwangsläufig ins nächste Jahr verschoben werden müsse. Sie waren sich nach kurzer Diskussion aber auch einig, dass sie unbedingt erfahren wollen, wann es weitergeht und forderten einmütig, spätestens Anfang Dezember über den Fortgang informiert zu werden. Der Ortsrat rechnet jetzt damit, dass die Ufersanierung Mitte nächsten Jahres abgeschlossen ist.

Forderung seit 2011

Das Projekt beschäftigt Anwohner, Ortsrat und Stadt schon länger, insgesamt gesehen seit dem Jahr 2011. Damals waren 65.000 Euro im städtischen Haushalt bereitgestellt, das Geld dann aber andernorts eingesetzt worden. Im Haushalt der Stadt Uslar sind derzeit 180.000 Euro vorgesehen, für das nächste Jahr erneut 80.000 Euro, hieß es im Ortsrat.

Weiter Warten heißt es für den Gierswalder Ortsrat auch, was den Bürgersteig am Sportplatz und bestimmte Grabenräumaktionen angeht, die für dieses Jahr vorgesehen waren. Das Geld dafür soll auf 2015 übertragen werden, votierte der Ortsrat einstimmig.

Ortsbürgermeister Ruwisch berichtete, dass er wegen der Angelegenheit bei der Stadt extra nicht nachgehakt habe, weil die Verwaltung darum gebeten habe. Wenn ständig nachgehakt werde, würden die Baumaßnahmen auch nicht schneller in die Wege geleitet, habe es geheißen. Er sei dem gefolgt, berichtete der Ortsbürgermeister und kam zu dem Ergebnis, dass auch das nichts gebracht habe: Es sei nämlich bisher nichts passiert.

Einig war sich der Ortsrat, dass Gierswalde nicht am Wettbewerb „Unser Dorf nutzt die Sonne“ des Landkreises teilnimmt. Es sei nicht realistisch, dass in Gierswalde demnächst mehrere Solaranlagen gebaut würden.

Lob für die Grünpflege

Zum aktuellen Mähplan für öffentliche Grünflächen in Gierswalde gibt es nur einen Änderungswunsch: Eine kleine Rasenfläche, die früher einmal mitgemäht wurde, soll wieder in den Plan aufgenommen werden. Aus den Reihen der Zuhörer kam dazu ein Lob für die Grünflächenpflege: Es war noch nie so sauber wie zuletzt, hieß es. (fsd)

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