Großbaustelle B241 in Uslar liegt voll im Zeitplan

Handarbeit: Für die Erneuerung von Hausanschlüssen sind auch Arbeiten mit Schippe und Hacke nötig.

Uslar. Mit den ersten Arbeiten zur Grundsanierung der Ortsdurchfahrt der Bundesstraße 241 im Bereich der Auschnippe in Uslar haben die Mitarbeiter der Baufirma Eurovia (Osterode) am 22. Februar begonnen.

Seither sind die Arbeiten bereits gut vorangekommen und man ist zuversichtlich, dass – wie geplant – die Erneuerung vom Ortseingang an der Sohlinger Oberhütte bis zum Kreisel bis Ende August dieses Jahres abgeschlossen werden kann.

Besichtigung: Straßenmeisterei-Chef Markus Gehle (links, mit Tochter) sah sich auf der Baustelle an der Auschnippe um. Für eine bessere Festigkeit im Unterbau für die vielbefahrene Straße musste mehr Schotter als geplant eingebaut werden. Fotos: Dumnitz

Das sagte Markus Gehle als Leiter der Straßenmeisterei in Uslar am Freitag bei einer Begehung der Baustelle. Die Asphalt-Oberfläche sei im ersten Bauabschnitt zwischen Gasthaus Solling-Schenke und der Einmündung zum Sohlinger Stadtweg aufgenommen und abgefahren worden. „Wir haben eine komplette Infrastruktur unter der Straße, die wir teils sorgfältig erhalten und teils erneuern“, sagte Gehle. Partner auf der Großbaustelle sind unter anderem die Stadtwerke, die Frisch- und Abwasserleitungen und sogar Hausanschlüsse erneuern lassen, die Telekom für Internetverbindungen sowie Strom- und Erdgasversorger.

Schachtmeister Markus Hein und seine im Schnitt sechs bis sieben Kollegen kümmern sich mit den Partnern um ein Hand-in-Hand-Arbeiten. Beim Neuaufbau des Straßenuntergrunds sei wegen des Lössbodens, der Wasser sehr lange halte und weich sei und dadurch vermutlich auch mit zu dem zuletzt desolaten Zustand der Straße beigetragen hat, mehr Grobschotter einzubauen, sagte Gehle. Man habe sicherheitshalber tiefer ausgebaggert, um 30 Zentimeter mehr Material als üblich (65 Zentimeter) einzubauen. Bisher mache das bei dem 1,5 Millionen-Euro-Projekt Mehrkosten von etwa 30 000 Euro aus.

Alle Baubeteiligten seien bemüht, dass Anwohner nicht mehr als nötig belastet werden. Eine Zuwegung zu den Grundstücken sei wichtig, das klappe eigentlich ganz gut, so Gehle. Auch als kürzlich ein Telefonkabel gekappt wurde, das laut Plan woanders liegen sollte. Die Arbeiter hätten schnell reagiert. Ende April/ Anfang Mai könne im ersten Abschnitt vermutlich schon mit dem Setzen der Bordsteine begonnen werden.

Ab Montag mit Ampelregelung: Im Bereich an der Hütten-Seite (großes Bild, linke Seite) soll ab der kommenden Woche eine Spülbohrung unter der Ahle erfolgen. Eine Verkehrsinsel (Bild rechts) soll als Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer da errichtet werden, wo gerade das Auto fährt.

Ab Montag gilt für den noch befahrbaren zweiten Bauabschnitt zwischen Stadtweg und Oberhütte eine Ampelregelung. Halbseitig sollen erste Vorarbeiten auf der Seite der Ex-Hüttengebäude erledigt werden. Und an der Ahle-Straßenbrücke soll zudem eine Spülbohrung unter dem Bachlauf und den Brückenfundamenten hindurch vorgenommen werden, um Versorgungsleitungen für Frischwasser zu verlegen.

Zu den Umleitungen sagte Markus Gehle, dass diese jetzt weitgehend wahrgenommen und akzeptiert würden. Trotz Umwegen für Verkehrsteilnehmer und Behinderungen der Anwohner.

Großbaustelle der B241 in Uslar

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