Gymnasium Uslar: Abiturienten als Aushängerschilder

Die besten Abiturienten des Jahrgangs K: Tim Sobotta (von links), Iona Orysik und Lara Meoth. Foto: Porath

Uslar. Für 73 Abiturienten des Jahrgang K, davon 72 mit der Allgemeinen Hochschulreife, ein Abiturient mit der Fachhochschulreife und zwölf mit der Note Eins vor dem Komma, ist die Schulzeit seit gestern vorbei.

Bei der feierlichen Zeugnisübergabe standen nicht nur die schulischen Leistungen, sondern auch das soziale Engagement der Schüler im Mittelpunkt.

Schülerinnen und Schüler seien in erster Linie als Individuen zu betrachten, sagte Schulleiter Dr. Hermann Weinreis vor Eltern, Schülern und Angehörigen. Als solche seien sie Subjekt und nicht Objekt der schulischen Gestaltung. Weinreis hob das soziale Engagement des Jahrgangs K hervor, der nicht nur das Schulaquarium gepflegt habe, sondern auch jüngere Schüler beispielhaft unterstützt oder Computerkurse für Senioren bei der Volksbank angeboten habe.

Bei den Eltern bedankte sich der Schulleiter für kritische und gute Gespräche. Sie seien wichtige Partner der Schule in der immer komplexer werdenden Erziehungsarbeit. Mit dem Erfolg dieses Jahrgangs sah Weinreis einmal mehr auch das Gymnasium als Schulform gestärkt. Das Gymnasium sei erst dann gefährdet, wenn es von innen heraus in Frage gestellt werde.

Andreas Hölzchen für die Eltern pflichtete dem Schulleiter bei und erntete anhaltenden Applaus für sein Fazit: „Das Gymnasium Uslar ist großartig, eine tolle Schule mit tollen Lehrern.“

Gymnasium Uslar: Abiturienten als Aushängeschilder

Jubel für Schmolinga 

Den größten Jubel erntete Peter Schmolinga, der für die Lehrer sprach. Als „Legende“ von den Moderatoren Micha Müller-Zitzke und Marie-Claire Kurt angekündigt, machte er deutlich, dass er seine Fächer Politik, Geschichte und Sport voll durchdrungen hat. Dem sportlichen Antritt ans Rednerpult folgte nicht „Peters Märchenstunde“, wie er es formulierte, sondern eine soziologische Kategorisierung und Beschreibung des Sozialcharakters der Generation Y, der zwischen 1985 und 2000 geborenen Kinder, zu denen die Abiturienten gehören.

Obwohl die Generation Y als Egotaktiker gelte, seien die grundlegenden Werte doch mit seiner Generation der rebellischen 68er identisch. Man gehe nur anders mit den Dingen um. Schmolinga schrieb den Abiturienten ins Stammbuch, nicht nur nach Selbstverwirklichung zu streben, sich mehrere Standbeine aufzubauen und nicht immer nur zu fragen, sondern zu handeln. Dafür gab es stehende Ovationen. (zyp)

Ehrungen

Dem Reigen der Zeugnisübergabe folgte am Gymnasium der Reigen der Ehrungen. Als beste Schüler ausgezeichnet wurden Tim Sobotta mit der Note 1,2 sowie Jona Orsyk und Lara Meroth, die eine 1,5 erreichten.

Meroth, die zugleich eine der Jahrgangssprecherinnen war, erhielt aus den Händen von Weinreis außerdem die Pierre-de-Coubertin-Medaille für herausragende Leistungen im Fach Sport sowie weitreichendes Engagement im organisierten Sport und gesellschaftlichen Leben.

Für herausragende Leistungen im Fach evangelische Religion wurde Carina Meisel geehrt. Sie erhielt eine Urkunde der Niedersächsischen Landeskirche und ein Buch aus den Händen von Pastorin Astrid Jasper. Mit Anne Heimann wurde sie außerdem für ihr langjähriges Engagement im Schulorchester geehrt.

Den Schulpreis im Fach Mathematik erhielten Tim Sobotta, Robin Diedrichs, Simeon Bode und Felix Brüll. Diedrichs wurde außerdem für seine Leistungen in Physik ausgezeichnet, Bode musste noch einmal für seine Leistungen im Fach Chemie auf die Bühne. In diesem Fach erhielten auch Michelle Schormann und David Szyjka eine Auszeichnung.

Als Schülersprecher geehrt wurden Rouven Berlin und Micha Müller-Zitzke. Die Theater-AG muss zukünftig auf Gesa Fasse, Michele Schneider und Dana Janßen verzichten. Sie wurden von Johannes Bergmann mit einem Geschenk für ihre besonderen Verdienste belohnt. (zyp)

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