Flugtag der Luftsportvereinigung Solling lockte nach dem Regen doch noch 1000 Gäste

Happy End auf dem Ziegenbusch

Im Schlepptau: Segelflug an der langen Leine gab es beim Flugtag auch als Rundflug zu buchen. Foto:  Schrader

Uslar. Von einem Happy End können die Mitglieder der LSV Solling im Zusammenhang mit ihrem Flugtag am Wochenende sprechen. Denn Regen am Sonntagvormittag ließ bei den Verantwortlichen die Alarmglocken läuten.

Aber um Punkt 14 Uhr klarte der Himmel zum Start der Flugshow auf. 1000 Gäste verfolgten die Kunststücke der Piloten während der dreistündigen Show.

So zeigten sich die Gastgeber schließlich zufrieden, vor allem, weil die Darbietungen gut ankamen. Auch organisatorisch habe alles gut funktioniert, sagte Holger Eckert für den Vorstand. Der kleine Verein mit seinen 30 Aktiven hatte eine Helferschar von 70 Personen im Einsatz.

Für die LSV ist der Flugtag ein großer Aufwand, zumal enorme Auflagen bestehen wie die Vorlage eines kompletten Konzepts zur Flugsicherheit. Da stelle sich dann schon die Frage, ob sich das alles überhaupt noch lohne und im Verhältnis stehe, sagte Holger Eckert. Dann kam am Sonntag der Regen: „Wir dachten, dass alles ins Wasser fällt“, erinnerte Vereinschef Detlef Eckert an die unerwartete Wetterlage.

Zwei Absagen

Das war noch nicht alles: Kunstflieger Robert Botzem, der seit 25 Jahren auf jedem Flugtag seine Kunststücke zeigte, fehlte krankheitsbedingt. Spitzenpilot Ulrich Pade, Mitglied der Kunstflug-Nationalmannschaft in der Kategorie „Unlimited“, kam wegen eines Unwetters in Frankfurt nicht weg.

Der LSV gelang, zumindest einen Ersatz zu organisieren: Jan Schiedek-Jacht. Der Gifhorner, Mitglied der Kunstflug-Nationalmannschaft in der Kategorie „Advanced“, flog mit seiner tschechischen Zlin Z-50LX atemberaubende Figuren in den Himmel über dem Ziegenbusch. Es ging bis an die Grenzen der Belastbarkeit von Mensch und Maschine. Beide mussten Fliehkräfte bis acht G aushalten. Schiedek-Jacht berichtete, dass er als Kunstflieger das erste Mal in Uslar startete, aber als Segelflieger schon oft hier war: „In Uslar habe ich meinen ersten Pokal als Segelflieger geholt.“

Sehenswert waren auch die anderen Kunstflugvorführungen und Demonstrationen wie Holger Gieffers mit seiner Steen Aero Lab Skybolt, Jürgen Hagemann mit seinem Segelflugzeug LO 100 und Wolfgang Danilschenko von der LSV mit seinem selbst konstruierten Trike. Auch eine Cessna 206 des Niedersächsischen Feuerwehrflugdienstes war zu bestaunen.

Rundflüge kamen gut an

60 Starts und Landungen verzeichnete die beiden Flugleiter Karsten Rojahn und Rutger Götzke bei der Show. In der Starterliste stand auch der größte Doppeldecker der Welt, die Antonov AN2, die mit einem Hubschrauber Bell 407, mehreren Motorflugzeugen und dem Segelflugzeug ASK21 mit Flugzeugschlepp für Rundflüge über Uslar zur buchen waren: Das kam gut an. Zudem waren am Samstag beim Training mehr Besucher da als sonst. (zsv/fsd)

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