Einsparungen für Wahlsburger Haushalt sollen erst für 2016 wieder diskutiert werden

Haus-Schließung vertagt

Problemfall: Das Haus des Gastes in Lippoldsberg verursacht 34 000 Euro Defizit pro Jahr. Die Diskussion um eine Schließung wurde jetzt um ein weiteres Jahr zurückgestellt. Archivfoto: Herbold/nh

Wahlsburg. Die seit 2011 in der Wesergemeinde Wahlsburg diskutierte Schließung des Hauses des Gastes in Lippoldsberg ist erstmal vom Tisch – aber nicht aus der Welt.

Seit Jahren ist die mögliche Aufgabe der defizitären Mehrzweckhalle ein Teil des Haushaltskonsolidierungskonzeptes der Gemeinde. Nachdem die Finanzlage in Wahlsburg sich etwas gebessert hat, wurde die Lösung des Problems jetzt um ein weiteres Jahr bis 2016 zurückgestellt.

In der jüngsten öffentlichen Gemeindevertretersitzung im Gasthaus Zum Dorfkrug in Vernawahlshausen gab Bürgermeister Jörg-Otto Quentin bekannt, dass bei der früheren Schulsporthalle aktuell kein Handlungsbedarf bestehe. Wegen der kritischen Haushaltslage hatte die Gemeinde schon ab 2012 jährliche Einsparungen von 10 000 Euro bei den Betriebskosten in den Haushaltssanierungsplan eingestellt. Die wurden nun auf die Jahre ab 2016 verschoben.

Mit der Aufgabe des Hauses des Gastes und einer Verlagerung der Nutzergruppen in die alte Grundschule, in der sich bereits Kindergarten und Feuerwehr befinden, könnte die Gemeinde auch erhebliche Unterhaltungskosten wie etwa für die Sanierung des Daches einsparen. Abgesehen von kleineren Reparaturen wegen Undichtigkeiten sei die Komplettsanierung des nun 50 Jahre alten Daches aber noch nicht ganz so dringend, hieß es. Derzeit wird das Haus des Gastes, das 1986 umgestaltet und um einen Anbau mit Bühne erweitert wurde, für verschiedene Zwecke genutzt. Es finden unter anderem Bürgerversammlungen, Konzerte, Familienfeiern, Tanzveranstaltungen und Blutspendeaktionen sowie regelmäßig Sportveranstaltungen des Turn- und Sportvereins Lippoldsberg statt.

Keine eindeutige Meinung

Dort treffen sich die Tischtennisspieler, eine Yogagruppe, zwei Funktionsgymnastikgruppen und die Gymnastikfrauen, außerdem ist eine neue Zumba-Gruppe in Vorbereitung.

Der Bürgermeister schlägt vor, dass diese Gruppen in den großen Raum im Obergeschoss der früheren Grundschule des Ortes umziehen. Für die Tischtennisspieler hofft Quentin, dass sich bei einer möglichen Sanierung der Kreissporthalle eventuell schon im kommenden Jahr alternative Möglichkeiten ergeben.

Ein kompletten Wegfall könne nicht das Ziel sein, hat es in ersten Stellungnahmen geheißen. Der Bürgermeister meinte, dass sich die 2200-Seelen-Gemeinde zwei Mehrzweckhallen (daneben auch noch die Schwülmetalhalle in Vernawahlshausen) auf Dauer nicht mehr leisten könne. (tty)

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