Diesmal zwölf Stück aus der Region

Heimatlicher  Gesprächskreis Gierswalde testet einmal im Jahr Mettwürste

Gierswalde. Wie unterschiedlich die Mettwürste in der Region eigentliche schmecken, erkundeten am Sonntag die Männer des Heimatlichen Gesprächskreises in Gierswalde an einer langen Tafel im Dorfgemeinschaftshaus.

Gut ein Dutzend Würste wurden in Trögen, Northeim, Uslar, Seulingen Volpriehausen, Bollensen, Verliehausen, Hardegsen, Göttingen und Schönhagen besorgt und angeschnitten. Zusammen mit frischem Brot und guter Butter ließen sich die 18 Teilnehmer die aus Rinder- und Schweinefleisch mit Speck hergestellten und teils geräucherten und teils luftgetrockneten Mettwürste schmecken.

Seit 2005 zeichnet Harald Schulze (70) für die Organisation des Mettwurstessens einmal im Jahr verantwortlich. Er hatte auch die Idee, „weil es doch so gute Würste in unserer Gegend gibt“, wie er sagte. Seine Mitstreiter sind bemüht, die Würste aus immer unterschiedlichen Ecken der Region zu organisieren.

Natur- oder Kunstdarm

Für die Herstellung wird in der Regel das Fleisch stark gekühlt und fein zerkleinert. Gewürzt wird unter anderem mit Nitritpökelsalz (auch für die Rotfärbung) und Pfeffer. Die Masse wird meist in grobe Därme gepresst und dann – regional unterschiedlich – kalt geräuchert oder getrocknet. Etwa nach einer Woche, wenn die Wurst ein wenig fester geworden ist, kann sie verzehrt werden. Als Wursthüllen werden Naturdärme von Schwein und Rind oder auch Kunstdärme verwendet.

In Gierswalde kamen diesmal Hausmacher-Mettwürste auf den Tisch. Und über den besten Geschmack wurde bei dem ein oder anderen Bier trefflich diskutiert. Harald Schulze hat die Blasenwurst aus Seulingen am Eichsfeld besonders gut geschmeckt, weil die länger gereift war. Früher wollten die Männer die Mettwürste mal bewerten. „Das haben wir aber sein lassen, weil die Geschmäcker so unterschiedlich sind. Heute essen wir und freuen uns, dass wir satt werden“, so Schulze.

Ursprung war Stammtisch

Der Heimatliche Gesprächskreis entstand 1995 als Stammtisch im damaligen Schwalbenhof. Zum festen Stamm gehören zwölf Mitglieder, von denen die meisten jeden Sonntag ab 19 Uhr im Gemeinschaftshaus zum Klönen zusammenkommen.

Zum Mettwurstessen wurden Gäste eingeladen. „Das muss aber passen“, sagt Schulze. Das gilt auch für Neulinge, die sich bei der Gruppe bewerben können. Klar ist, dass es eine Männerrunde bleibt. Es klappe dann alles besser, meint Schulze.

Es geht ums Dorf

Hauptsächlich geht es beim Gesprächskreis um den Austausch. Gesprochen wird über das Dorf, für das sich alle Mitstreiter auch an verschiedenen Stellen starkmachen. „Wir sind ein kollegialer Zusammenschluss“, sagte Schulze. Oft gibt es gegensätzliche Meinungen, aber wenn die Männer nach Hause gehen, ist alles wieder gut.

Einmal im Jahr unternehmen die Akteure eine gemeinsame Busreise. Aber nur im Umkreis von etwa 100 Kilometern, „weil das Gute doch so nahe liegt“, meint Schulze. Ziele waren etwa die Saline in Göttingen, das Grenzlandmuseum Teistungen, das Schloss Corvey und das Husaren-Museum Schloss Rheder.

Von Jürgen Dumnitz

Rubriklistenbild: © Foto: Dumnitz

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