Heimsieg mit der Sense: Klaus Welsch gewinnt bei den Senioren

Sensen-Wettstreit in Bodenfelde: Bei den Frauen traten nur auswärtige Mäherinnen an, im Bild die spätere Siegerin Inge Bolken aus Schortens, links die Jury mit (von links) Klaus Freiboth, Walter Münder und Helmut Behm sowie am Mikrofon Klaus Welsch.

Bodenfelde. Auf dem Kampe in Bodenfelde wurden Pfingstsonntag die Sensen gewetzt. Der Sensenclub Weser-Solling um seinen rührigen Vorsitzenden Klaus Welsch richtete auf der Wiese von Heinz Wasmuth neben dem Bauhof der Gemeinde zum 26. Mal einen Wettstreit für Sensen-Mäher aus.

Freude und Enttäuschung hielten sich bei Welsch die Waage. Denn aus dem friesischen Norden waren acht Männer und drei Frauen zum Wettmähen an die Weser gekommen. Dagegen war die Resonanz von Wettstreitern aus der hiesigen Region nach Welschs Worten traurig. Bestes Beispiel: Er war der einzige aus dem Bodenfelder Sensenclub, der um die Wette mähte. Alle anderen waren krankheitsbedingt ausgefallen.

Sieg bei den Senioren

Dafür fuhr Welsch aber einen Heimsieg ein. Bei den Senioren lag der Lokalmatador mit 113 Punkten von Horst Logemann aus Wiesmoor (116 Punkte) und Anton Bolken aus Schortens (156 P.).

Bei den Damen machten die drei norddeutschen Teilnehmerinnen den Sieg unter sich aus. Es gewann Inge Bolken aus Schortens mit 118 Punkten vor Ruth Martsfeld aus Waddewarden (157) und Hanna Bolke aus Jever (175,2).

Bei den Herren holte sich Klaus Degelau aus Herford den Sieg (127,8 Punkte) vor Alexander Schlender aus Gieselwerder (194) und Uwe Degelau aus Uslar (196).

Drei Wertungsrichter

Wertungsrichter waren wie in den Vorjahren Helmut Behm, Klaus Freiboth und Walter Münder. Kriterien sind Schnittbreite, Mähzeit, Sauberkeit und Ablage der Mahd. Für Walter Münder war es das letzte Mal als Wertungsrichter: Altersbedingt will er Jüngeren Platz machen, hieß es.

Vor Siegerehrung und Mittagessen fanden sich zahlreiche Besucher beim Sensenclub zum Freiluftgottesdienst mit Pastor Mark Trebing vor dem Bauhof ein und feierten mit ihm den Geburtstag der Kirche. Musikalisch umrahmte der Musikverein die Veranstaltung. Zuvor hatten Alfred Rölke und Herbert Siebrecht einen Grasmäher fürs Pferdegespann gezeigt und vor allem verdeutlicht, wie in wesentlich kürzerer Zeit wesentlich mehr Gras gemäht werden konnte als mit der Hand.

Zur Zukunft des Sensenwettbewerbs sagte Vorsitzender Klaus Welsch: Wenn es dem Verein nicht gelinge, die Jugend für das alte Handwerk zu interessieren, dann wird der Sensenwettstreit irgendwann einschlafen. Das sei sehr schade. Deshalb erneuerte Welsch seinen Aufruf, sich doch mit dem Sensenmähen zu begeistern. (fsd)

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