Mitarbeiter des Medizinischen Versorgungszentrums sollen übernommen werden

Helios kauft das Medizinische Versorgungszentrum in Uslar

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Helios kauft sich ein: Das Uslarer Krankenhaus bleibt geschlossen, aber für das Medizinische Versorgungszentrum hat sich ein Träger gefunden.

Uslar. Für das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Uslar, das trotz Insolvenz des Krankenhauses bislang weiter Patienten ambulant behandelt hat, zeichnet sich eine neue Zukunft ab. Die Helios Kliniken GmbH, die auch das Northeimer Krankenhaus betreibt, will das MVZ Uslar erwerben.

Man habe sich mit dem Investor über die Übernahme geeinigt, teilte Insolvenzverwalters Steffen Koch (Kassel) am Freitag in einer Pressemitteilung mit. „Besonders erfreulich ist, dass alle 21 Mitarbeiter übernommen werden.“

Der Verkauf sichere dem Medizinischen Versorgungszentrum eine dauerhafte Zukunft unter dem Dach eines gut aufgestellten Investors, gab sich Koch optimistisch. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Einst 35 Betten Das Medizinische Versorgungszentrum gehörte – wie auch das Krankenhaus Uslar – zum „Gesundheitszentrum Solling Oberweser gGmbH“, das am 16. März Insolvenz angemeldet hatte. Während das Krankenhaus mit 35 Betten aufgrund seines hohen Defizits und schlechter Belegungszahlen geschlossen wurde, ist es nun gelungen, die ambulanten Angebote des MVZ zu erhalten. Damit bleiben 21 der ursprünglich 75 Arbeitsplätze des Uslarer Krankenhauses zu erhalten.

Im MVZ bieten derzeit noch Fachärzte für Orthopädie und Urologie im Kellergeschoss des Krankenhaus-Gebäudes ambulante Behandlungen an. Früher gehörten auch Arztpraxen für Neurologie und Psychiatrie dazu. Runder Tisch Mit dem Erhalt des MVZ als Teil der ärztlichen Versorgung in Uslar und Umgebung ist ein Ziel des Runden Tisches, der nach Schließung des Krankenhauses im Frühjahr vom Kreistag eingerichtet worden war, erreicht. Die Hoffnung von Kommunalpolitikern und Ärzten, dass sich das MVZ zu einer Art Tagesklinik erweitern lässt, erfüllt sich offenbar nicht. Der Helios-Konzern, der deutschlandweit Kliniken betreibt – darunter die Albert-Schweitzer-Klinik Northeim und das Krankenhaus Bad Gandersheim – ist nur am MVZ interessiert. Das sagte gestern Pressesprecherin Julia Szikszay auf Nachfrage der HNA. Darüber hinaus bestätigte Szikszay, dass sich der Gläubigerausschuss für Helios als neuen Träger des MVZ Uslar-Einbeck ausgesprochen habe. Weitere Informationen soll es nach Abschluss der Vertragsverhandlungen geben. (shx)

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