Sollingschüler sammeln 1300 Euro für Projekt in Gambia und suchen Verbandszeug

Hilfe für Kranke in Afrika

Stolz auf die Spendensumme: Tim Preidel (von links), Talea Baier, Katharina Schamne, Wilfried Vendt, Christine Schamne, Nina Behrenshausen, Jürgen Nolte, Helena Meyer-Bertram, Corinna Kostka und Laura Schröder. Foto: Dumnitz

Uslar. Die Sollingschule in Uslar hat einen Hilferuf aus Gunjur/Gambia in Westafrika erhalten. In der Krankenstation, die vor zwei Jahren auch mit Unterstützung (Fliesen, Fenster, Kabel) aus Uslar entstanden ist, gibt es keine Verbandsstoffe mehr für die Versorgung der Patienten.

Auch bestimmte Medikamente fehlen, zitiert Lehrer Wilfried Vendt aus einem Brief. Jetzt werden Vendt und einige seiner Schüler erneut aktiv, um den Menschen in Afrika zu helfen. Während der Adventszeit waren die Schüler Tim Preidel, Talea Baier, Katharina und Christine Schamne, Nina Behrenshausen, Helena Meyer-Bertram, Corinna Kostka und Laura Schröder sowie Özgür Imren mehrfach mit selbstgebastelten Dingen, die im Werkunterricht entstanden sind, auf Adventsmärkten in Elliehausen und Kammerborn vertreten. Eltern und auch Lehrer Vendt begleiteten die Schüler dabei. 1300 Euro kamen als Erlös zusammen.

Für das Geld will Vendt jetzt Verbandsmaterial und Medikamente kaufen, um es einem Teilnehmer der Hilfs-Rallye mitzugeben, die in den nächsten Wochen Richtung Afrika startet. Vendt hofft auf zusätzliche Geld- und Sachspenden.

Verbandsmaterial gesucht

Wer ausgediente Verbandskästen hat, kann diese im Sekretariat der Haupt-und Realschule an der Schwarzen Erde in Uslar abgeben. „Das Verbandsmaterial von der Kompresse bis zur Mullbinde ist dringend nötig“, sagt Vendt, der zusammen mit Hubert Dombrowski von der Jugendwerkstatt Steimke einen zusätzlichen Hilfstransport für den Herbst organisieren will.

Bereits zwei Mal wurden große Hilfscontainer aus Uslar nach Afrika geschickt. Doch das ist ziemlich teuer, kostet mehrere tausend Euro. Deshalb hoffen Vendt und Dombrowski, dass sie bis zum Herbst einen Kleintransporter geschenkt bekommen, den sie mit Gütern beladen und dann persönlich nach Gambia steuern können. Dort gibt es einen Fahrzeugmarkt, bei dem der Transporter wiederum für den guten Zweck verkauft wird. Zwei Mal spendierte das Uslarer Albert-Schweitzer-Familienwerk dafür bereits ausgediente, aber fahrbereite VW-Busse.

Hilfstransport im Herbst

Seit neun Jahren gibt es das Afrika-Hilfsprojekt unter der Federführung von Lehrer Vendt, dem nach eigenen Angaben bisher rund 15 000 Euro Spendengeld bereitgestellt wurde. Vendt: „Jeder kann sicher sein, dass durch unseren persönlichen Kontakt auch jeder Cent als dringend benötigtes Hilfsgut bei den Leuten in Gunjur in Gambia ankommt.“ (jdx)

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