Hochwasserschutz: Ortsrat Sohlingen fordert offene Gräben

Verabschiedung: Ortsbürgermeister Frank Blumenberg (von links) mit Claudia Heepe-Horstmann, Harald Hellenbok und Helmut Bösenberg. Foto: Porath

Öffentliche und private Grundstückseigentümer sollen zusammenarbeiten, damit weniger Regenwasser im Dorf ankommt

Sohlingen. Nicht jeder fegt Bürgersteig und Gosse, wie es sich gehört. Das bewegt die Einwohner in Sohlingen. Der Ortsrat hatte in seiner jüngsten öffentlichen Sitzung auch noch den Hochwasserschutz, den Jugendraum und eine Blumenwiese am alten Bahnhof auf der Tagesordnung.

Noch sind nicht alle Straßenschäden vom großen Hochwasser des vergangenen Jahres beseitigt, stellte der Ortsrat fest. Demnächst sollen alle vorhandenen Schäden in einer Begehung dokumentiert und an die Stadt weitergegeben werden.

Mit deren Vertretern spreche man auch über den Hochwasserschutz, berichtete Ortsbürgermeister Frank Blumenberg. Bereits im Januar habe es eine gemeinsame Ortsbegehung gegeben, sagte Helmut Bösenberg. Weitere Begehungen sollen folgen, um den Zustand wasserführender Gräben und Bassins mit Rechen zu klären.

Entscheidend sei, dass für den Hochwasserschutz sowohl Stadt als auch Einwohner und Landwirte zusammenarbeiten. Nicht geöffnete Gräben und Durchlässe, die das Hochwasser im Ort mit verursacht hätten, gebe es sowohl im öffentlichen wie im privaten Bereich.

Damit nicht so viel und so schnell fließendes Oberflächenwasser im Dorf ankomme, wolle man seitens der Stadt versuchen, Gräben so zu gestalten, dass der Durchfluss verzögert wird und mehr Wasser versickere, hieß es. Außerdem gebe es Gespräche mit dem Forstamt Dassel. Hier gehe es darum, das Oberflächenwasser vom Sollingturm mittels Quergräben noch im Wald abzufangen.

Wasser soll versickern

Wann die Maßnahmen begonnen werden können und wie lange sie dauern, sei nicht abzuschätzen. Der Ortsrat appellierte an Grundstückseigentümer und Landwirte, Gräben zu stabilisieren und offen zu halten sowie Feldränder so zu gestalten, dass mehr Oberflächenwasser im Boden versickern kann.

Ein Thema, das den Ortsrat und etliche Einwohner schon länger bewegt, ist der Jugendraum. Er ist im Moment nicht in Benutzung, nachdem es in der Vergangenheit immer wieder Probleme mit der Sauberkeit gegeben hat. Jetzt sollen ein neues Konzept für die Nutzung erstellt und die Eltern mit einbezogen werden.

Einsaat für Blumenwiese

Eine Blumenwiese sollte bereits im vergangenen Sommer einen Fläche am alten Bahnhof verschönern, war aber zu spät angesät worden. Dies wolle man jetzt noch einmal rechtzeitig im Angriff nehmen, sagte Helmut Bösenberg.

Bei den 18 anwesenden Zuhörern gab es noch ein Thema, das heiß diskutiert wurde. An der Bleichstraße hat der Landkreis Halteverbots-Schilder aufgestellt. Dennoch werde an den Stellen der Straße nach wie vor geparkt, hieß es. Anwohner befürchten, dass das Halteverbot Verkehrsteilnehmer verführe, schneller durch die Straße zu fahren, wenn dort keine Autos als Hindernisse mehr stünden.

Möglicherweise sei eine Geschwindigkeitsbegrenzung im ganzen Dorf nötig. Hier riet der Ortsrat, erst einmal abzuwarten. (zyp)

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