Sänger Axel Traxel singt neuen Text zur Schlagermelodie von G.G.Anderson

Hymne für den Hessentag

Mikrofoneinstellung: Sänger Axel Traxel (rechts) war begeistert von den professionellen Studioaufnahmen seines Titels „Hofgeismar hat Hessentach“ im Wetcat-Tonstudio von Jörg Lamster.

Uslar. „Hofgeismar hat Hessentach“ und Axel Traxel singt ein gleichnamiges Lied dazu. Am Mittwoch war der 74-jährige Sänger aus Oberlistingen (Nordhessen) im Uslarer Wetcat-Tonstudio von Produzent Jörg Lamster für die Gesangsaufnahmen zu Gast.

Traxel gilt als Multitalent, der in seiner wilden Zeit vor rund 50 Jahren unter anderem Schallplatten als Discjockey in diversen Kneipen aufgelegt hat und auch schon Lieder für den Kasseler Eishockey-Club Huskies, den Kassel-Marathon und den Fußballverein KSV gesungen hat. Schon nach wenigen Minuten duzen sich die beiden Künstler. Dann wird die Playback-Version (also nur die Musik) des G.G. Anderson-Titels „Rosalie“ von 1992 in das Bearbeitungssystem eingespielt.

Axel Traxel kennt sich aus, setzt sich die Kopfhörer auf und tritt selbstbewusst vor das Aufnahmemikrofon. Den selbstgeschriebenen Liedertext kennt er zwar auswendig, sicherheitshalber legt er sich aber dennoch den Text ans Mikrofon. Dann geht die Tür zum schallgedämmten Aufnahmeraum zu. Traxel bekommt die Musik über die Kopfhörer eingespielt und singt beherzt los. „Der erste Durchgang war Probe“, heißt es von Produzent Lamster, der den Sänger nach der Aufnahme lobt.

Pfeifen zum Einstieg

Dann sitzen beide im Studio. Da wird das Gesungene bearbeitet, störende Geräusche werden per Computerprogramm herausgenommen und auch das Atmen wird später nicht mehr zu hören sein. Axel Traxel ist zufrieden: „Der Jörg ist ein Profi, das merkt man“, sagt er. Ein paar Textstellen muss Traxel noch einmal einsingen. Und dann überzeugt er Lamster, dass ein fröhliches Pfeifen zu Beginn des Liedes doch ein guter Einstieg ist. Dafür muss er noch einmal vors Aufnahmemikrofon. Der Rest ist Feinarbeit.

Die Lautstärke der Musik und des aufgenommenen Gesangs werden abgestimmt, dann kommen an der ein und anderen Stelle noch ein wenig Hall und Echo wie von einem Chor hinzu. Nach etwa zwei Stunden konzentrierter Arbeit ist das Werk vollbracht. Lamster und Traxel sind zufrieden mit der Hymne für den Hessentag, der vom 29. Mai bis bis zum 7. Juni in Hofgeismar stattfinden soll.

Das 3:45 Minuten lange Lied soll den Leuten Freude machen, hofft Traxel, der zunächst 300 Musik-CDs davon produzieren lassen will. Für das Cover hat er auch schon Ideen. Das soll in Chemnitz fertiggestellt werden. Auf alle Fälle soll die Sagenfigur Ritter Dietrich darauf zu sehen sein. Dem Dietrich-Darsteller Dieter Uffelmann ist er nämlich bei der Anmeldung für den Hessentag begegnet. Und daraus hat sich die Idee mit dem Lied entwickelt.

CD für den guten Zweck

Verkauft werden soll die CD mit drei Versionen des Liedes (Original, Karaoke und Instrumental) für zehn Euro. Der gesamte Verkaufserlös soll für den Tierpark Sababurg gespendet werden, verdienen will Axel Traxel damit nichts.

Die Produktionskosten von etwa 2500 Euro will er über Sponsoren einwerben. Es gebe bereits Spender, die allesamt auf dem Cover erwähnt werden sollen.

Von Jürgen Dumnitz

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