Infoveranstaltung für regenerative Energienutzung lockte 45 Zuhörer ins Rathaus

Ideen für starke Region

Aufmerksame Zuhörer im Rathaussaal: Hermann Wegener (rechts) von der Arbeitsgruppe Intelligente Energienutzung wünscht sich viel Bürgerbeteiligung für Energie-Ideen in der Region. Foto: Schneider

Uslar. Auf die Eigeninitiative und den Ideenreichtum der Menschen im Uslarer Land setzen Hermann Wegener von der lokalen Agenda 21-Gruppe und Martin Adolph als Geschäftsführer der Stadtwerke Uslar GmbH. 18 von 45 Zuhörern eines Vortrages zum Thema „Energie in Uslar“ wollen sich einbringen und die Region fit machen für die Zukunft in Sachen Klimaschutz und intelligente Energienutzung.

Man müsse sehen, ob man von der Entwicklung des Klimaschutzprojektes des Landkreises Northeim Nutzen ziehen könne oder den eigenen Bereich selbst abdecke, sagte Hermann Wegener. Carolin Werner vom Landkreis stellte die Planungen des Kreises vor, die sich vor allem mit Windkraft- und Biogasanlagen sowie Photovoltaik beschäftigen. Sven Borchert von der Uslarer Stadtverwaltung ergänzte das vom Kreis vorgesehene Klimaschutzkonzept und regte ebenfalls eine starke Beteiligung der Bürger an dem Prozess an.

Das man auch etwa bei vorhandenen Heizungsanlagen intelligent mit der Energie umgehen kann, zeigte Heinz P. Janssen (Hardegsen) für die Verbraucherzentrale Niedersachsen auf. Gleichzeitig wies er auf das unabhängige Beratungsangebot in Sachen Energienutzung und Effektivität hin, das im Ergebnis den Sachstand aufzeige und nicht vorrangig neue Technik anpreise.

Der Vortrag von Stadtwerke-Chef Martin Adolph war mit „Energie mit den Stadtwerken für die Bürger“ überschrieben. Die Stadtwerke wollen sich aktiv an der Definierung von Zielen beteiligen, die dazu führen, den Strombedarf für die Region aus regenerativen Quellen in der Region zu beziehen. Das sei nicht nur eine Wertschöpfung durch Arbeitsplätze und einen nicht unbeträchtlichen Geldumlauf, wie es Wegener formulierte, sondern auch ein zukunftsfähiges Konzept.

85 Prozent Fördergeld

Unter Federführung der Stadt Uslar soll Anfang 2015 ein Konzept dazu erstellt werden. Laut Adolph ist eine Förderung in Höhe von 85 Prozent dafür bereits zugesagt.

Man werde sich ein Fachbüro suchen, dass auf Grundlage des Ist-Zustandes ein für das Uslarer Land realisierbares Konzept unter Beteiligung der Bürger erarbeiten soll. „Das ist ein breites Feld“, sagte Wegener, der es für nötig hält, zu erfahren, was Sinn macht und wo noch Potenzial liegt. Wenn Ergebnisse vorliegen, wäre die Gründung einer Tochtergesellschaft der Stadtwerke – die bei dem gesamten Prozess aber nicht im Vordergrund agieren will – ebenso möglich, wie die Initiierung einer Bürgergenossenschaft, sagte Martin Adolph. In seinem Vortrag sprach er die Bürgerbeteiligungs-Modelle der Stadt Wolfhagen als beispielhaft an.

Ziel der Bemühungen in Sachen Energie aus und für die Region ist es, möglichst ein aussichtsreiches Projekt zur regenerativen Energienutzung in Kooperation zu realisieren.

Von Jürgen Dumnitz

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