KOMMUNALWAHL Ergebnisse

Im Flecken wird es politisch bunter

Stimmzählung: Kurz nach Schließung der Wahllokale begannen die Wahlhelfer im DLRG-Zentrum mit der Zählung, die bis weit nach Mitternacht dauerte.
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Stimmzählung: Kurz nach Schließung der Wahllokale begannen die Wahlhelfer im DLRG-Zentrum mit der Zählung, die bis weit nach Mitternacht dauerte.

Bodenfelde – Im künftigen Bodenfelder Gemeinderat sitzen nach wie vor 14 Kommunalpolitiker, dazu kommt die Stimme des neuen Bürgermeisters oder der Bürgermeisterin: da steht das Ergebnis aber erst nach der Stichwahl zwischen dem parteilosen Kandidaten Nico Harenkamp und der SPD-Kandidatin Bianca König in zwei Wochen (26. September) fest. Keiner der sieben Bewerber schaffte auf Anhieb eine Mehrheit über 50 Prozent.

Laut Gemeindewahlleiter Mirko von Pietrowski zog sich die Stimmauszählung der 30 Wahlhelfer bis weit nach Mitternacht hin. Nach der Auszählung der Landratswahl wurde die Bürgermeisterwahl abgearbeitet, dann der Gemeinderat und schließlich die Ortsräte.

Durch den Neueinzug der Bürgervereinigung Zukunft Bodenfelde mussten die CDU und die Wählergemeinschaft Neue Gruppe Plätze abgeben. Der ehemalige Einzelbewerber Frank Strautmann mischt jetzt in der Vereinigung mit und bleibt im Rat.

Die SPD sicherte sich ihre fünf Sitze wie bisher. Gewählt wurden Lothar Richter (320 Stimmen), Reinhard Papesch (241), Stefan Fiege (239), Anna Kraus (199) sowie Julia Dannenberg (192). Richter freut sich über den Erfolg der Sozialdemokraten und ist über den Einzug von Julia Dannenberg und der SPD-Vorsitzenden Anne Kraus in den Gemeinderat froh. Am Mittwoch will der SPD-Vorstand tagen und „mögliche Mehrheiten“ ausloten. Inhaltlich sei alles offen und möglich, so Richter.

Die CDU erhielt drei Sitze im Gemeinderat, verlor gegenüber der Kommunalwahl 2016 einen Sitz. Gewählt wurden Christian Ilsemann (357), der sich freut, dass er im Flecken „die meisten Wählerstimmen“ erhielt, sowie Werner Drese (122) und Ulf Janßen (97). Ilsemann dankt allen CDU-Wählern. Der Verlust von Sitzen sei absehbar gewesen, als die Vereinigung Zukunft antrat. Das sei somit keine Überraschung gewesen. Die Christdemokraten seien offen für Gespräche mit der Vereinigung und auch der Wählergemeinschaft Neue Gruppe, mit der sie (einschließlich Strautmann) bisher die Ratsmehrheit bildeten.

Einen ihrer bisher drei Sitze im Gemeinderat musste die Wählergemeinschaft Neue Gruppe abgeben, sie behalten nur noch zwei Sitze. Gewählt wurden Nadine Römermann (165) und Klaus Glaesner (160), die beide schon im alten Gemeinderat saßen. Glaesner bedauerte, dass „die politisch erfahrene Gruppe“ einen Sitz abgegeben musste, sehe den eingeläuteten Generationswechsel im Rat des Fleckens aber durchaus positiv. Am Mittwoch will seine Gruppe tagen und beraten, was wie gehen könnte. Eine Annäherung an die SPD schloss Glaesner aus.

Neu in den Rat des Fleckens ziehen vier Kandidaten der jüngst ins Leben gerufenen Bürgervereinigung Zukunft Bodenfelde ein. Gewählt wurden Frank Strautmann (268), der bisher als Einzelbewerber mitwirkte, sowie die lokalpolitischen Neulinge Falk von der Crone (186), Stefan Freiboth (139) und Marcel Nix (87).

Die Linke schaffte den Sprung ins Gemeindeparlament nicht.

Im neuen neunköpfigen Ortsrat Wahmbeck sicherten sich SPD und CDU jeweils vier Sitze, die Wählergemeinschaft Neue Gruppe hat einen Sitz. Gewählt wurden von der SPD Julia Dannenberg (104), Sandra Fizia (93) und Marcel Mordmüller (88) sowie von der CDU Christian Ilsemann (254), Ulf Janßen (96), Edmund Präger (45) und Andreas Schmidt (31). Rainer Otto (Neue Gruppe) erhielt 50 Stimmen. Wahlberechtigt waren in dem Weser-Dorf 476 Bürger (74,79 Prozent). In seiner letzten Sitzungen hatte der alte Ortsrat an neun Sitzen für das Dorfparlament festgehalten. Ob die Parteipolitik im Ortsrat eine Rolle spielt, bleibt abzuwarten, schließlich geht es um Belange des Weser-Dorfes.

Im Ortsrat Nienover sitzen weiterhin fünf Lokalpolitiker, für die Parteipolitik keine Rolle spielt. Sie hatten sich zur Wählergruppe Amelith-Nienover-Polier zusammengeschlossen. Gewählt wurden Werner Drese (115), Björn Mund (100), André Volke (99), Holger Brandt (87) und Steffen Otte (58). Wahlberechtigt waren 295 Bürger (65,42 Prozent).  jde

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